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Ein Foto mit einem Bären in Budapest zu machen, war nur eine der vielen Aufgaben aus dem „Roadbook“.

2465,33 Euro Spenden gesammelt

In 13 Tagen durch Europa für guten Zweck: Team „Bayrische Madl“ ist von Rallye „BalkanExpress“ zurück

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Die humanitäre Rallye „BalkanExpress“ ist zu Ende und das Team „Bayrische Madl“ wieder zurück in Eberfing. Auf ihrer Reise sammelten Irmi Schwab und Moni Hohenleitner nicht nur Spenden für den Hospizverein Pfaffenwinkel, sondern auch ganz besondere Eindrücke von Land und Leuten.

Eberfing – Das Team „Bayrische Madl“ hat seine 13-tägige Reise durch 13 Länder beendet. In erster Linie ging es bei der Rallye darum, Spenden für eine gemeinnützige Organisation zu sammeln. Dabei haben sich Irmgard „Irmi“ Schwab und Monika „Moni“ Hohenleitner für den Hospizverein Pfaffenwinkel mit Sitz in Polling entschieden. Es kamen 2465,33 Euro zusammen, wofür die beiden sehr dankbar seien.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil der humanitären Rallye war, dass jedes Team Aufgaben aus dem sogenannten Roadbook erledigen musste. Unter anderem sollten sie in Budapest ein Foto mit einem Bären machen. „Wir haben aber leider keinen echten Bären gesehen, also haben wir ein Foto mit einem Holzbären gemacht“, erzählt Moni Hohenleitner.

Des weiteren standen „Einen Mercedes in Albanien waschen“ und ein „Balkan-BBQ“ in Kroatien auf der Liste. Lustig fanden die beiden das Armdrücken mit einem Trucker, welches „ich natürlich gewonnen habe“, so Irmi Schwab. „Wir haben aber einige Aufgaben ausgelassen, weil uns wichtiger war, die Gegend in Ruhe zu erkunden“, sagt Moni Hohenleitner. Deswegen weiß das Team auch nicht, welchen Platz es belegt hat, da nur die ersten drei Plätze – die ein volles Roadbook hatten – ausgelost wurden.

Team „Bayrische Madl“: Reise zu siebt im Konvoi angetreten

Beim Start in Dresden haben sie – zusammen mit ihrem Partnerteam, den „Bayrischen Buam“ aus Murnau – ein dreiköpfiges Team aus Waging am See (Landkreis Traunstein) kennengelernt und traten dann zu siebt im Konvoi die Reise an. „Schön war dann, wenn wir abends zusammen irgendwo saßen und uns über die Highlights des Tages ausgetauscht haben“, so Moni Hohenleitner. „Eines dieser Highlights war für mich die Transalpina in Rumänien“, schwärmt Irmi Schwab.

Auf ihrer Reise „durch das Herz des ehemaligen Ostblocks“, wie es von Seiten der Veranstalter heißt, legten die beiden Eberfingerinnen 4154 Kilometer zurück. „Die Navigation mit den Landkarten lief einwandfrei ab. Wir haben uns immer gemeinsam überlegt, welche Route am besten wäre“, so Hohenleitner. Alle drei Teams hätten auch Walkie-Talkies gehabt, damit die Kommunikation zwischen den Autos einfacher ist. Eine Vorgabe an Kilometern pro Tag hätten sie nicht gehabt. „Wir haben auch nur 13 der 14 Länder geschafft, weil wir mal einen Tag komplett ausgesetzt haben und auf der Insel Krk geblieben sind“, gesteht Moni Hohenleitner.

20 Jahre altes Auto „Alfred“ hat tapfer durchgehalten

Auch ihr 20 Jahre alter Subaru Impreza, „Alfred“, wie sie das Auto getauft haben, hat tapfer durchgehalten und „keine Panne gehabt“, sagt sie weiter. „Einmal sind wir ein bisschen schnell über ein Schlagloch gefahren und haben aufgesetzt“, sagt Monika und lacht. Aber es seien sofort Einheimische dazugekommen und hätten geschaut, ob der Wagen dabei Schaden genommen habe. „Gott sei Dank war dann nichts“, sagt die 28-Jährige weiter. Nur die Klimaanlage habe ab circa 30 Grad Celsius gestreikt.

Land und Leute besser kennenzulernen, war dem Team „Bayrische Madl“ sehr wichtig. Deshalb haben sie im Vorfeld beim „Biomichl“ in Weilheim Spielsachen als Spenden für die Kinder in den Balkanländern gesammelt. Auch privat hätten sie von Freunden noch einiges bekommen. „Die Kinder haben sich alle so gefreut, als wir ihnen die Sachen gegeben haben“, so die Eberfingerin. „Ein Mädchen hat mich ganz herzlich gedrückt, das war richtig schön.“

Viele positive Erfahrungen mit den Einheimischen

Die Einheimischen seien auch alle sehr nett und hilfsbereit gewesen. „Die Polizei hat uns immer mit Handschlag begrüßt, wenn wir gecampt haben, und gefragt, ob bei uns alles passt“. erzählt Moni Hohenleitner weiter. Oftmals hätten die beiden Freundinnen auch Einheimische getroffen, die perfekt Deutsch konnten. „In Rumänien erzählte uns einer, dass er so gut Deutsch kann, weil er in Österreich im Gefängnis saß“, sagt sie und lacht.

Mitmachen würde Monika Hohenleitner auf jeden Fall wieder, „aber dann bei einer anderen Rallye“. Auch Irmi Schwab sagt, sie würde „auf jeden Fall nochmal bei einer solchen Rallye mitfahren“.

ff

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