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Abschlussfoto: die Absolventinnen und der Absolvent der Hauswirtschaft mit Behördenvertretern und Politikern.

Freisprechungsfeier für 51 Absolventinnen und einen Absolventen in Eberfing

Hauswirtschaft auf dem zweiten Bildungsweg

Mit einem schottischen Sprichwort eröffnete Dr. Stefan Gabler, Leiter des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Weilheim, die Freisprechungsfeier der Absolventen der Hauswirtschaft: „Arbeite und lerne, und du kannst gar nicht verhindern, dass du etwas wirst.“

Eberfing 51 Absolventinnen aus den Landkreisen Weilheim-Schongau, Starnberg, Fürstenfeldbruck, Miesbach, Rosenheim, Landsberg, Garmisch-Partenkirchen, Bad Tölz-Wolfratshausen, Dachau und München und mit Dominik Schwarzer (Weilheim) ein Absolvent erhielten am Mittwoch im Gasthof „Zur Post“ in Eberfing ihr Abschlusszeugnis. Den Berufszweig „Hauswirtschaft“ hatten die Absolventen über verschiedene Ausbildungsrichtungen gewählt. Es waren 11 Auszubildende, 18 Berufsschüler und 23 Prüflinge, die über den 2. Bildungsweg Hauswirtschaft gewählt hatten. Mit Adjektiven wurde nicht gespart bei der Befragung von fünf ausgewählten frisch gebackenen Hauswirtschaftern durch Barbara Schmid, der Bildungsberaterin für Hauswirtschaft. Die einhellige Meinung der Absolventen: der Beruf sei vielseitig, alltagsnah, abwechslungsreich, kreativ und vor allem zukunftsorientiert.

Letzteres betonten auch die drei Landtagsabgeordneten Harald Kühn (CSU), Martin Bachhuber (CSU) und Florian Streibl (Freie Wähler) bei einer Fragerunde. Bachhuber sprach von 120 offenen Stellen für Hauswirtschaft allein in München , während Kühn die steigenden Ausbildungszahlen in diesem Berufszweig hervorhob. Streibl lobte die Alltagskompetenz der Hauswirtschafterinnen und konnte sich eine Kombination mit dem Pflegeberuf vorstellen. Weiter- und Fortbildung legte Christine Singer, Bezirksbäuerin in Oberbayern, stellvertretende Landesbäuerin und Kreisbäuerin von Garmisch-Partenkirchen den Absolventen ans Herz. „Bleiben Sie nicht stehen. Es gibt viele weitere Möglichkeiten“, sagte sie. So kann man unter anderem einen Meister in Hauswirtschaft anstreben, sich als Betriebswirt für Ernährungs- und Versorgungsmanagement oder auch als Dorfhelferin und Familienpflegerin ausbilden lassen. Die steigende Nachfrage nach Hauswirtschaftern machte auch noch einmal Barbara Schmid in ihrem humorvollen Rückblick auf die Ausbildungszeit deutlich: „Es werden Fachkräfte gebraucht sowohl in Privathaushalten als auch in Großbetrieben.“, sagte sie. Viel Werbung werde für den Berufszweig gemacht mit Teilnahmen an Messen, einer Woche der offenen Ausbildungstür und weiteren Veranstaltungen. Landrätin Andrea Jochner-Weiß lobte in ihrer Begrüßung den Beruf des Hauswirtschafters als „unverstaubt, verantwortungsvoll und abwechslungsreich“: „Ziehen Sie wie ein Manager die Fäden“, sagte sie den zu Absolventen.

Die Schulbesten: Abschlussnote: 1,95: Dominik Schwarzer und Anna Kloiber. 1,9: Veronika Weber. 1,7: Anna Kuchlmeier, 1,6: Verena Maria Niggl.

Regina Wahl-Geiger

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