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So sieht es aus : das neue Fernrohr in der Sternwarte.
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Imposant: die Sternwarte von außen. 
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Besuch: Astronom Helmut Hornung (rechts) mit Kindern in der Sternwarte von Martin Gutekunst (links). 

Private Sternwarte Eberfing hat neues Teleskop

Jetzt gibt‘s noch schärfere Bilder vom Mond

Die private Sternwarte in Eberfing hat ein neues, Teleskop: Damit können Sonne, Mond und Nebel weitaus schärfer betrachtet werden als mit dem bisherigen Fernrohr. Besucher können sich erstmals am Samstag davon überzeugen.

Eberfing – Seit 2003 haben die Sternwarte rund 5000 Menschen besucht. Das Ehepaar Martina und Dr. Martin Gutekunst bietet regelmäßige, kostenlose Führungen im Garten ihres Hauses an der Escherstraße 12 an. Einzige Voraussetzung: klares Wetter; denn ansonsten sind zum Beispiel der rund 384.000 Kilometer entfernte Mond und die noch weiter entfernt liegenden Planeten nicht gut zu erkennen. Das alte Spiegelteleskop (Cassegrain mit 600 mm Öffnung) hatte laut Gutekunst viele Vorzüge, aber auch einige Schwächen. Das Spiegelteleskop habe nur in wenigen Nächten seine volle Bildschärfe entfaltet. Ursache dafür ist die so genannte Luftunruhe. „Das neue Fernrohr ist komplett anders aufgebaut, um das Luftunruhe-Problem zu vermeiden. Es ist ein dreilinsiges Teleskop (Refraktor) mit 28 cm Öffnung und 2800 mm Brennweite“, heißt es in einer Pressemitteilung. Das russische Fabrikat liefere viel schärfere und kontrastreichere Bilder vom Mond und den Planeten. Kosten: „ein sechsstelliger Betrag“, so Martin Gutekunst.

Die Lieferzeit für das neue Teleskop betrug sechs Jahre, ein Jahr dauerte es dann noch, bis das komplette Teleskop einsatzbereit war. Die Sternwarte war im Spätsommer für zwei Monate geschlossen. „Freunde haben uns geholfen, das alte Fernrohr zu demontieren.“ Die Montierung musste überholt werden und das neue Fernrohr auf seinen Platz in der Kuppel der Sternwarte gesetzt werden. Es habe ein weiteres Wochenende erfordert, um das Fernrohr zu zentrieren und zu testen. Jetzt stehe es für die Beobachtung des Sternenhimmels bereit.

Mit dem neuen Teleskop wünscht sich Gutekunst, dass wieder mehr Kindergärten und Schulen kommen. Das sei in letzter Zeit ein wenig eingeschlafen. Er erinnert sich noch gut an den Besuch des Pähler Kindergartens: Trotz klirrender Kälte harrten die Kinder über eine Stunde in der Sternwarte aus und konnten gar nicht genug vom Betrachten der fernen Planeten bekommen.

Nächste Führungen:

Samstag, 28. Oktober, 20 Uhr, Thema: „Mond“; beim ersten Viertel sind die Einzelheiten besonders gut zu beobachten“.

Samstag,11. November, 20 Uhr, Thema: „Offene Sternhaufen, der Kindergarten der Sterne“.

Samstag, 25. November, 19 Uhr, Thema: „Der Mond mit seinen Meeren, Kratern und Bergen; Verdeutlichung der Entstehung.“ Führung für Kinder und alle Interessierten.


Johannes Thoma

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