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Kraftprobe: Paul Spies von den Fingerhaklern führt das Steinheben mit einem 150-kg-Stein vor. Links von ihm Franz Freisl, achtfacher deutscher Meister im Fingerhakeln. 

„Tag der Vereine“ in Eberfing

Beim ersten Mal schon ein „voller Erfolg“

Eberfing -  Der „Tag der Vereine“ in Eberfing war schon bei der Premiere ein Erfolg. Da sind sich die beteiligten Vereine einig.

 Einen „vollen Erfolg“ verzeichnete auch die Vorsitzende des katholischen Frauenbunds beim ersten „Tag der Vereine“, für den die Frauen am Samstag einen Infostand im Saal des Gasthofs „Zur Post“ aufgebaut hatten. Sechs der zahlreichen Besucherinnen informierten sich nicht nur über die Arbeit des Vereins, sondern wurden auch gleich Mitglied. Damit erhöhte sich Mitgliederzahl innerhalb der vier Stunden, die die Veranstaltung dauerte, um fast sechs Prozent auf 110.

Einen Gewinn verzeichnete auch Reiner Bauer. Der Behindertenbeauftragte, der selbst einen Stand hatte, mit dem er über die Situation von Menschen mit Behinderungen aufmerksam machte, gewann einen Brotzeitkorb, weil er dessen Gewicht am genauesten geschätzt hatte. Den Preis hatte der Burschenverein ausgelobt.

Auch die Antdorf-Eberfinger-Fingerhakler hatten sich etwas einfallen lassen, um Besucher anzulocken: an ihren Ständen gab es Preise nicht nur für die größte Zugkraft des Mittelfingers an der Federwaage, sondern auch für das Heben eines 150 Kilogramm schweren Steins. Bei der Musikkapelle war durchgehender Betrieb, wie Peter Hlawatsch feststellte – das auch im wörtlichen Sinn, weil viele Besucher auf dem Weg vom Saal durch den Musikerraum auf den Parkplatz gingen, wo die Feuerwehr ihre Vorführungen machte. Die meisten sind auch eine Weile da geblieben und informierten sich nicht nur über Musikinstrumente, sondern probierten diese auch gleich aus. Schlagzeug war beliebt, wie nicht zu überhören war. Beim Sportverein interessierten sich die Besucher nicht nur für Laufgruppe, Yoga und Skigymnastik, sondern auch fürs Reifenwechseln. Dies ist zwar keine Sportart, wird aber trotzdem zweimal jährlich vom Verein angeboten. Gegen eine Spende können Autofahrer am 29. Oktober unter sachkundiger Anleitung – und notfalls mit Hilfe – in der Ettinger Straße 18 die Reifen ihres Autos wechseln. Der Erlös ist für den Bau des neuen Trainingsplatzes.

Für die Besucher war vieles nicht neu, zumal viele von ihnen selbst in mehreren Vereinen sind. Trotzdem bereute Maria Schulze ihren Besuch nicht. Besonders interessant fand sie die Vorführungen der Feuerwehr und die Aufführungen der Kindergruppe des Trachtenvereins. Ihr gefiel auch, dass Kinder die Möglichkeit hatten, Musikinstrumente auszuprobieren.

Insgesamt hatten sich 14 Vereine präsentiert. Bürgermeister Georg Leis ist „sehr zufrieden“ mit dem Ausgang des Experiments. Es sei zwar schwierig gewesen, einen Termin zu finden, an dem alle Zeit hatten und im Gasthaus keine Veranstaltung geplant war, aber mit einem Jahr Vorlauf sei es gelungen. Wie es weitergeht, soll bei einer Nachbesprechung festgelegt werden. Leis rechnet damit, dass bei einem jährlichen Rhythmus das Interesse nachlassen würde. Längere Abstände könnten sinnvoll sein.

Alfred Schubert

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