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Willkommen in der Führungsriege: Katharina Kögl (l.) ist neue Kreisbrandmeisterin – was (v.l.) Kreisbrandrat Rüdiger Sobotta, Eberfings Kommandant Markus Orterer und Frauenbeauftragte Petra Sobotta freut.

Stelle wurde neu geschaffen

Premiere im Landkreis: Erste Frau als Kreisbrandmeister

  • Andreas Baar
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Premiere im Landkreis: Katharina Kögl aus Eberfing ist die erste Kreisbrandmeisterin. Sie organisiert Lehrgänge und Ausbildung. Die 23-Jährige ist aktive Feuerwehrfrau – und familiär vorbelastet.

Eberfing – Die Kreisbrandinspektion Weilheim-Schongau tut etwas für die Gleichberechtigung von Frau und Mann im Feuerwehrwesen. Mit Katharina Kögl ist seit 1. Juni die erste Kreisbrandmeisterin in Amt und Würden. Die 23-jährige Eberfingerin kümmert sich um Lehrgänge und Ausbildung der rund 3000 aktiven Kameraden zwischen Lech, Ammer und Loisach.

Ehrenamtliche Dienst wurde Kögl in die Wiege gelegt

Der ehrenamtliche Dienst für die Allgemeinheit ist der jungen Eberfingerin praktisch in die Wiege gelegt worden. Vater Thomas Kögl ist zweiter Kommandant der örtlichen Wehr. Seit 2012 ist die heute 23-Jährige dabei. „Ich war schon immer ein bisserl technischer interessiert“, schmunzelt sie. Durch den väterlichen Kontakt war der Schritt zur Blaulichtorganisation nicht mehr allzu schwer. Katharina Kögl ist Atemschutzträgerin und Sanitäterin. Die Gruppenführer-Ausbildung muss sie noch machen, sie ist Voraussetzung für den Posten in der Kreisbrandinspektion. Die 23-Jährige schwärmt vom Dienst. Nicht nur wegen des Engagements für Andere. „Man kann bei der Feuerwehr ganz viele verschiedene Interessen kombinieren.“

Stelle wurde neu geschaffen, „weil es vom Umfang her so viel geworden ist“

Ihre Stelle wurde neu geschaffen. 14 Kreisbrandmeister gibt es nun. Bislang hatte sich Jugendbeauftragter Bastian Eiter auch um Lehrgänge und Ausbildung gekümmert. Weil dieser aber nun Bürgermeister in Wallgau ist, wurde der Aufgabenbereich neu besetzt und aufgeteilt. Das bot sich an, weil „es vom Umfang her so viel geworden ist“, sagt Kreisbrandrat Rüdiger Sobotta. Kögl übernimmt den Bildungsbereich, Günter Drobilitsch ist neuer Jugendwart.

Hinter der Berufung von Kögl steckt Sobotta. „Es ist von mir ein langerklärtes Ziel, dass wir Frauen fördern“, sagt der Penzberger. Denn noch sei der Anteil an weiblichen Helfern „ziemlich gering“. Der Kreisbrandrat erklärt es unter anderem mit einer unterschiedlichen „erzieherischen Prägung“: Frauen würden sich nun mal weniger für die Feuerwehr interessieren als Männer. Von den etwa 3000 Aktiven sind gerade mal 151 Frauen, dazu kommen 48 weibliche Jugendliche. Spitzenreiter sind die Penzberger mit 18 aktiven Damen. Diese Zahlen nennt Frauenbeauftragte Petra Sobotta. Ihr Fazit: „Es könnten mehr sein.“ Sie bricht eine Lanze für ihre Mitstreiterinnen. „Wir können genauso gut zupacken wie die Männer.“ Die neue Kreisbrandmeisterin Kögl verweist auf die Ausbildung: „Frauen müssen die gleichen Lehrgänge machen.“

Premiere auch für die Eberfinger Wehr

Die Kreisbrandmeister werden vom Kreisbrandrat in Kontakt mit den Kommandanten bestellt und sind seiner Amtszeit angeglichen. 2021 steht in Weilheim-Schongau die nächste Wahl des Kreisbrandrats an. Ganz allein ist Katharina Kögl als Frau in einer Führungsposition im Landkreis nicht: Es gibt zwei Schiedsrichterinnen (Petra Sobotta aus Penzberg und Nadine Charlichi aus Unterhausen) sowie mit Franziska Weiß in Wilzhofen eine stellvertretende Kommandantin. Für die Eberfinger Kameraden ist Kögls Bestellung auch etwas Besonderes: Die Wehr hat überhaupt noch nie einen Kreisbrandmeister gestellt, wie Kommandant Markus Orterer berichtet.

Lesen Sie auch: Die Gemeinde Oberhausen wird kein Vorsorgekonzept zum Schutz vor Elektrosmog aufstellen. Der Gemeinderat lehnte dies mit deutlicher Mehrheit ab. Hintergrund sind Telekom-Pläne für zwei große Sendemasten im Dorf.

Der Landkreis hat seit vergangenem Sommer einen Landschaftspflegeverband. Mittlerweile gibt es auch einen Geschäftsführer. Erste Projekte stehen in den Startlöchern.

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