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So eine Figur ist in Eglfing gestohlen worden.

Autofahrer sollen aufpassen

Unbekannte stehlen Warnaufsteller - der Besitzer ist fassungslos

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Fassungslosigkeit in Eglfing: Vor einer Haustür wurde eine Kunststofffigur gestohlen. Sie mahnt Autofahrer, auf Kinder aufzupassen. Die Besitzer verstehen die Welt nicht.

Eglfing – Reiner Clauß (63) und Rosemarie Seidl (61) wohnen idyllisch. Ein Häuschen mit Bergblick an der Hauptstraße in Obereglfing. Wenn da nicht die Straße in Richtung Spatzenhausen vor ihrer Haustür wäre. Darauf herrsche viel Verkehr, sagt Clauß. „Und der ist sehr schnell.“ Seidl nickt: „Die donnern hier rein.“ 

Anwohner fürchten um Verkehrssicherheit

Unweit ihres Anwesens hat die Gemeinde erst kürzlich eine Tempo-30-Zone eingerichtet – aber just nicht auf dem Teilstück, an dem die beiden Eglfinger leben. Sie fürchten um die Verkehrssicherheit, gerade der kleinen Mitbürger. „Es gibt sehr viele Kinder hier“, weiß Seidl („Das ist keine Durchgangsstraße“) zu berichten und ergänzt:„Es geht auch um ältere Menschen.“ Die Situation sei auch so gefährlich, weil an der Straße kein Bürgersteig ist.

„Lisa Bems“ soll Autofahrer abbremsen

Aus diesem Grund haben die beiden Anwohner in Eigenregie gehandelt. Clauß schaffte eine kleine Kunststofffigur an. Das Modell stammt aus den USA und wird hierzulande unter anderem als „Lisa Brems“-Variante angeboten. Knapp 80 Zentimeter hoch und mit reflektierender Folie in Neongrün und Rot versehen. Die Figuren feiern derzeit Konjunktur in Deutschland und warnen Autofahrer vor Kindern. Ziel: Verkehrsteilnehmer dazu bringen, ihr Fahrzeug abzubremsen und aufzupassen. 

Extra auf Betonplatte montiert

Die Investition hielt sich im Rahmen. Um die 65 Euro habe er bezahlt, sagt der 63-Jährige. Clauß montierte die 2,5 Kilo schwere Figur eigens auf einer Waschbetonplatte und stellte die Konstruktion im Juni an die Hauptstraße. Allerdings nicht auf seinem Grundstück, wie er einräumt. Sondern, damit die Figur von der Straße aus überhaupt gesehen wird, auf dem Streifen vorm Haus. Der aber gehört der Gemeinde. Unweit steht übrigens aktuell ein zweiter Warnaufsteller, ein dritter in der nahen Keltenstraße.

Schnell war Fahne gestohlen

Viel Freude hatte der Eglfinger jedoch nicht mit seiner Anschaffung. Schon kurze Zeit später wurde die Fahne von Unbekannten mitgenommen. Clauß schaffte einen Ersatz an. „Der kostet circa 15 Euro.“ Am Erntedanksonntag dann der Schock: Die Figur war verschwunden. Gestohlen. Inklusive Betonplatte. „Am helllichten Tag“, kann es Rosemarie Seidl nicht glauben. Zwischen 13 und 13.30 Uhr. Die 61-Jährige war fertig. „Ich verstehe es nicht. Man hat keinen Respekt mehr vor anderer Leute Sachen.“

Figur habe Zweck erfüllt

Dabei habe die Figur ihren Sinn gehabt, betonen die Beiden. „Man hat gemerkt, dass etwas verhaltener gefahren wurde“, sagt Reiner Clauß. Er spricht auch davon, dass sie auf ihre Aktion viel positive Resonanz aus der Nachbarschaft bekommen hätten. Was jetzt bleibt, ist der große Frust über den Diebstahl der kleinen Figur. „Es ist ja nicht für uns, sondern für die Allgemeinheit“, beteuert Clauß. 

Besitzer hofft auf Rückgabe

Ob er jetzt einen neuen Warnaufsteller anschafft und wieder vor seiner Haustür aufstellt, weiß er noch nicht. Der 63-Jährige will lieber abwarten und glaubt an eine gütliche Lösung: „Wir hoffen auf eine Rückgabe.“

Lesen Sie auch: Urgestein Holzmann hört auf.

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