Waffenhändler vom Münchner Amoklauf zu sieben Jahren Haft verurteilt

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Gut besucht war die Bürgerversammlung in Eglfing. Klemens Holzmann stellte den rund 70 Zuhörern die Pläne der Gemeinde vor. 

Bürgerversammlung eglfing

„Bereit für weitere Taten“

Eglfing - Gut besucht war die Eglfinger Bürgerversammlung. Sie erfuhren, dass die 1100-Einwohner-Gemeinde finanzielle Reserven und große Pläne hat.

Zwei Ursachen machte Klemens Holzmann für den guten Besuch der 20. Bürgerversammlung aus, die er als Bürgermeister leitete. Das große Interesse der Bürger für Kommunalpolitik und „dass Dortmund heute Fußball spielt“, was weniger an den Fernseher locke. Rund 70 Bürger waren ins Schützenheim gekommen, um sich über das vergangene Jahr, die Zukunftspläne und die regionale Energieversorgung zu informieren.

Auch wenn die Geburtenzahlen sinken – Eglfing wächst. Ursache dafür ist die Migration. Die Statistik, aus der Holzmann zitierte, weist im April 2016 ein Wachstum um 14 Bürger gegenüber dem Vorjahr aus. Was Eglfing nicht hat, sind Asylbewerber. Dies liegt laut Holzmann daran, dass die Gemeinde keine geeigneten Immobilien für die Unterbringung bieten kann und auch von privater Seite keine Wohnungen angeboten wurden. Grundsätzlich sei Eglfing für Asylbewerber schlecht geeignet, weil das Dorf die nötige Infrastruktur nicht habe. Es gebe für Asylbewerber hier „kein Geschäft, wo sie einkaufen können, keinen Arzt und keinen Bahnhof.“

Trotzdem haben es einige Autofahrer eilig, in den Ort zu kommen. Geschwindigkeitsaufzeichnungen hätten ergeben, dass von Süden her mit durchschnittlich 54 Stundenkilometern nach Eglfing gefahren wird. Allerdings sei auch zwei Mal Tempo 120 registriert worden. Die angestrebte Einrichtung einer Tempo-30-Zone zur Verkehrsberuhigung in Obereglfing strebe der Gemeinderat weiterhin an, allerdings scheitere die Umsetzung derzeit noch an gesetzlichen Vorgaben.

Teurer wird das Trinkwasser. Laut Holzmann hat die alle vier Jahre durchzuführende Kalkulation ein Minus von 36 000 Euro ergeben, so dass der Wasserpreis von 68 Cent auf 73 Cent pro Kubikmeter angehoben werden muss. Der neue Preis gilt ab 1. Juli 2016.

Sparen können die Bürger hingegen beim Strom, wenn sie einen günstigen Anbieter wählen. Als solchen stellte der Geschäftsführer Karl Steingruber von der „17er Oberlandenergie“ den Energieversorger vor, dem die Gemeinde Eglfing beigetreten ist. Das Unternehmen gehört 26 Kommunen in der Region und verkauft neben Gas auch Ökostrom, unter anderem gepeicherten Solarstrom aus Österreich.

Der Wunsch nach einer Wirtschaft

In seinem Ausblick auf die nächsten Jahre stellte Holzmann die Prioritätenliste vor, die der Gemeinderat aufgestellt hat. Ganz oben auf der Liste steht die Verfüllung der gemeindlichen Kiesgrube und die Errichung eines Bauhof-stadels, gefolgt vom Neubau einer Aussegnungshalle am Friedhof. Als Drittes wünschen sich die Gemeinderäte eine Gastwirtschaft mit Saal. Auch sollen Sozial- und Seniorenwohnungen gebaut und Bauflächen für Gewerbe und Wohnungen ausgewiesen werden.

Finanziell steht Eglfing laut Holzmann gut da. Zwar sollen die Rücklagen der Gemeinde heuer laut Plan von knapp 3,4 Millionen Euro auf rund 2,7 Millionen Euro schrumpfen, es seien damit aber noch genügend Reserven für die Projekte vorhanden. „Wir sind bereit für weitere Taten“, sagte der Bürgermeister.

Wieder Briefkasten für Untereglfing

Eine gute Nachricht gab es speziell für die Untereglfinger: Sie bekommen wieder einen Briefkasten der Deutschen Post. Er soll demnächst an der Bushaltestelle aufgestellt werden.

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