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Bürgermeister Klement Holzmann (rechts) informierte in der Bürgerversammlung die rund 75 Besucher im Schützenheim über Aktuelles aus Eglfing.

Bürgerversammlung Eglfing

Wohnen für Senioren und Familien hat Prorität

Bürgermeister Klement Holzmann  informierte in der Bürgerversammlung über aktuelle Vorhaben. So soll es für Senioren und Familien mehr Wohnraum  geben.

Eglfing – Neben den bei Bürgerversammlungen obligatorischen Zahlen bekamen die rund 75 Besucher, die ins Eglfinger Schützenheim gekommen waren, auch einen Blick in die Zukunft präsentiert. Laut Bürgermeister Klement Holzmann steht die Gemeinde finanziell gut da, könne also investieren. Allerdings muss eine Million Euro von den 3,4 Millionen Euro Rücklagen entnommen werden. Grund dafür seien unter anderem der Ausfall der Schlüsselzuweisung und die hohe Kreisumlage, die heuer 946 300 Euro beträgt.

Angesichts der Zinssituation hält es Holzmann für sinnvoll, in die Entwicklung des Dorfs zu investieren. In den ehemaligen Bankräumen könnte ein Dorfladen mit Café und Geldautomat eingerichtet werden, der Platz neben dem Feuerwehrhaus könnte ein Dorfplatz werden. Auch auf die demografische Entwicklung sollte laut Holzmann reagiert werden. Der Anteil der älteren Menschen wird größer, die Geburtenzahlen sinken. 2014 gab es 17 Geburten, 2015 waren es neun, 2016 nur noch sechs. Größtes Projekt sei daher der Bau einer seniorengerechten Wohnanlage, die mit ihren Gemeinschaftsräumen auch die Funktion eines Dorfgemeinschaftshauses mit Bürgersaal übernehmen könnte. Dies sei wichtig, da in Eglfing eine Wirtschaft mit Saal für Versammlungen fehle. Bevor Entscheidungen getroffen werden, will Holzmann zu einer Bürgerversammlung einladen, in der die Vorhaben im Ortsteil Obereglfing besprochen werden.

Der Bürgermeister stellte auch das laufende Geschäft der Gemeinde vor. Die Kiesgrube soll verfüllt werden, der Bauhof einen Stadel bekommen und für den Breitbandausbau soll ein Masterplan erstellt werden. Außerdem müssen die Gebühren für Wasseranschlüsse neu kalkuliert werden. Für einheimische Familien hatte Holzmann eine gute Nachricht: Die Gemeinde werde Bauland im Einheimischenmodell ausweisen: „Wir machen auf jeden Fall was“, sagte er.

Die Diskussion fiel kurz aus. Nachdem Christian Mack erklärt hatte, dass er „Tempo 30“ im Ort, Blühsteifen an den Feldrändern und die Wertschätzung des Gemeinwohls gut finde und die Wiederanlage der Allee an der Leitenstraße forderte, meldeten sich noch drei Bürger zu Wort. Zwei von ihnen wünschen sich sorgfältigeres Schneeräumen auf Gehwegen, einer möchte besser über die Sitzungstermine des Gemeinderats und die Lagerungsmöglichkeiten von Holz informiert werden.

Alfred Schubert

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