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„Meine Zucchini“: Viona, Lucia, Selena und Maria beim Sommerfest des Obst- und Gartenbauvereins im vergangenen Jahr. Hinten: Vorstand Christian Mack. 

Verein für Gartenbau und Landespflege Eglfing

Ein großes Fest zum 25-Jährigen

Eglfing - Der Verein für Gartenbau und Landespflege feiert am 11. September Jubiläum. Sein Vorsitzender Christian Mack blickt auf eine aktive Vereinszeit zurück.

Eigentlich könnte der Verein für Gartenbau und Landespflege (GBV) in Eglfing mehr als 100-jähriges Bestehen feiern. Aber am 11. September feiert der Verein 25-Jähriges. Das hat folgenden Hintergrund: Schon 1905 gründete man einen Gartenbauverein. Das Motto, das damals in die alte Chronik eingetragen wurde, lautete: „Hast einen Raum, Pflanz einen Baum/ Und pflege sein/ Er trägt Dir’s ein!“

Doch vom zweiten Weltkrieg wurde die Vereinsgeschichte unterbrochen, erst 1991 wurde der Verein neu gegründet, berichtet Christian Mack, der seit 2004 Vorstand ist. Auf die Frage, was dazu den Anstoß gegeben hat, sagt er: „Weil unsere Landschaft sehr ausgeräumt gewirkt hat.“ Das Eglfinger Ortsbild sollte verschönert werden – „für eine bessere Lebensqualität“, fügt Mack hinzu. „Während man früher nur den Ertrag und die Sorten im Sinn hatte, hat sich heute der Blick auf die Umgebung, in der das Obst gedeiht, deutlich erweitert.“ Dem Verein, der aktuell 126 Mitglieder hat, gehe es zwar auch darum, ökologische Themen in der Bevölkerung zu verwurzeln, „aber nicht unter der Parteifahne, das hat überhaupt nichts mit Parteipolitk zu tun“, betont Mack. Auch von „Umweltschutz“ könne nicht die Rede sein, vielmehr von „Selbstschutz“ und davon, „unsere Lebensgrundlagen zu schützen“, erklärt er.

Die Mitglieder pflanzten zur Zeit der Wiedergründung mehr als vier Kilometer lange, jeweils zwei- und dreireihige Heckenanlagen in die Flur. Seitdem habe sich das Landschaftsbild um Eglfing deutlich verändert. Auch die kilometerlangen „Alleepflanzungen“ an allen Ortseingängen gehören dazu. Im Rahmen der Dorferneuerung 2007 wurden zudem 1400 Pflanzen gesetzt – der Verein stand beratend und unterstützend zur Seite. Auch Nistplätze für Vögel und Fledermäuse sowie Nist-Angebote für Nutz-Insekten wurden geschaffen. Und damit auch die Bevölkerung an der Natur teilhaben konnte, baute man zum Verweilen Sitzbänke.

Besonders stolz ist der Gartenbauverein auf seinen Krautacker und den Lehrgarten, der an eine Bienenweide mit Bienenkultur und einen Obstanger und den Naturerlebnisspielplatz Moosbrunnen anschließt. Insgesamt kommt dabei eine Fläche von etwa 8000 Quadratmetern Natur zusammen. Auf dem Krautacker bauen die Mitglieder vor allem Gemüse an, außenrum gibt es laut Mack zudem viel Raum für wichtige Nützlinge wie Bienen.

Auch Schnittkurse, Sensenmähkurse, Kinderaktionen wie das Apfel- und Kartoffelfest sowie Gruppenführungen und mehr macht der Verein möglich – zur Zufriedenheit des Vorstands: „Das begeisterungsfähige Engagement des Vereins ist vorbildlich, da über den üblichen Rahmen hinaus außerordentlich viele Pflanzenaktionen initiiert und unterstützt wurden“, sagt Mack. Diese umfangreichen Aktivitäten zur Erhaltung der natürlichen Ressourcen und deren nachhaltiger Nutzung seien im Landkreis beispielhaft.

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