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Michaela Schönbach: Bürgermeisterkandidatin in Eglfing.

Kommunalwahl 2020

Michaela Schönbach aus Eglfing will es wissen

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In Eglfing gibt es bei der Kommunalwahl ein Duell um den Bürgermeisterposten: Mit Michaela Schönbach hat eine zweite Kandidatin ihren Hut in den Ring geworfen. Sie hat sich als Einzelkämpferin aufstellen lassen.

Eglfing – Bei den vergangenen Kommunalwahlen hatten die Eglfinger bei der Besetzung des Bürgermeisterpostens wenig Auswahl gehabt: Amtsinhaber Klemens Holzmann war der einzige Bewerber. Holzmann tritt heuer nach 24 Jahren im Amt nicht mehr an (wir berichteten) – und diesmal werfen gleich zwei potenzielle Nachfolger ihren Hut in den Ring. Nach Martin Fortmaier (49, Wählergemeinschaft) hat sich nun auch Michaela Schönbach (57) als Bürgermeisterkandidatin für ihre Ein-Frau-Liste „Miteinander“ aufstellen lassen. Die erste Hürde für die Wahl am 15. März hat sie damit genommen.

Die Verwaltungsangestellte, die seit 2008 für die Wählergemeinschaft Eglfing im Gemeinderat sitzt, war nach eigener Aussage schon länger auf eine eigene Bewerbung angesprochen worden. Schönbach lud darauf zu einer eigenen Aufstellungsversammlung ein. Bei der Versammlung der Wählergemeinschaft („Es war sehr nett, dass ich mich präsentieren durfte“) wurde sie zwar neben Fortmaier vorgeschlagen, unterlag jedoch mit immerhin 44 zu 88 Stimmen dem Gemeinderatskollegen. Zwei Tage später kamen ihre Unterstützer im heimischen Wohnzimmer zusammen. Von den 15 Wahlberechtigten wurde die 57-Jährige einstimmig nominiert.

Wir bieten Ihnen eine Übersicht über die Kommunalwahl in Bayern

„Es ist schön, wenn man die Wahl hat“, begründet die Eglfingerin ihre Bereitschaft anzutreten und spricht von einem „Zeichen für Demokratie“. Schönbach, verheiratet und drei Kinder, lebt seit 2003 im Ort und schwärmt von der „Offenheit in Eglfing“. Kinderturnen hatte sie angeboten, die Bücherei im Pfarrheim aufgebaut, einen Schüleraustausch mit der italienischen Partnergemeinde Allumiere auf die Beine gestellt.

Michaela Schönbach braucht für ihre Kandidatur in Eglfing noch Unterstützer

Zentrales lokalpolitisches Thema ist für sie: „Es braucht unbedingt Transparenz.“ Neben der Bürgerinformation müssten Entscheidungsprozesse in Gemeinderat und Verwaltung dargestellt werden, ergänzt sie. Politik müsse nachvollziehbar sein. Überhaupt wolle sie „das Miteinander fördern“, sagt sie 57-Jährige. Sie möchte, „dass man das Dorf gemeinsam entwickelt“. Auch das aktive Vereinsleben im kleinen Dorf gelte es weiter zu unterstützen. Auf ihrer Agenda stehen weiter die Verbesserung des ÖPNV-Angebots für Eglfing, der Radwegeausbau, eine ärztliche Versorgung direkt vor Ort sowie der Ausbau des schnellen Internets („aber ohne gesundheitliches Risiko“). Attraktive Bedingungen für Gewerbetreibende, Familien und Senioren schaffen, das hat sich die Kandidatin vorgenommen.

In trockenen Tüchern ist ihre Bewerbung um den Chefposten im Rathaus allerdings noch nicht. Schönbach braucht nach eigenen Angaben noch 50 Unterstützer, die bis 3. Februar, 12 Uhr, in der Huglfinger VG-Geschäftsstelle unterschreiben. Eines ist auf jeden Fall schon klar: Sollte es mit dem Bürgermeisteramt nicht klappen, ist vorerst Schluss mit der Kommunpolitik – die 57-Jährige kandidiert nicht mehr für den Gemeinderat. 

Mehr zur Kommunalwahl in Eglfing: Martin Fortmaier will Bürgermeister werden

Hier finden Sie eine Übersicht über die Kommunalwahl im Landkreis Weilheim-Schongau

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