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St. Martin soll noch ab heuer saniert werden. 

Dachstuhl muss saniert werden

Sorgenkind St. Martin

Eglfing - Die Kirche St. Martin in Obereglfing hat ein Problem: Der Dachstuhl schiebt die Wände nach außen. Die Gemeinde beteiligt sich an den Kosten.

Eine Wand hat bereits neun Zentimeter Überstand. Auch wenn die Kirche nicht vom Einsturz bedroht sei, muss etwas unternommen werden. In diesem Punkt waren sich die Gemeinderäte in ihrer jüngsten Sitzung einig.

Das Gremium beschäftigte sich mit den Renovierungsplänen der Kirchenverwaltung. Das Problem ist nicht neu: Bereits 1980 wurden im Dachstuhl drei Betonriegel eingebaut, an denen das Gewölbe aufgehängt wurde, nachdem sich in diesem Risse gezeigt hatten. Damit wurde zwar das Gewölbe gesichert, die eigentliche Ursache des Problems aber nicht behoben. Der Dachstuhl, in den wegen des Gewölbes kein Zerrbalken eingebaut werden konnte, schiebt die Außenmauern weiterhin nach außen. Jetzt will die Kirchenverwaltung Stahlträger in den Dachstuhl einbauen lassen, die den Schub aufnehmen. Bei den Bauarbeiten sollen auch gelockerte Verbindungen im Dachstuhl repariert und morsche Balken ausgetauscht werden. Ein weiteres Problem ist, dass die Betonriegel nur 15 Zentimeter weit auf den Mauern aufliegen. Sie werden deshalb um 20 Zentimeter verlängert.

Die Arbeiten sollen noch heuer beginnen. Wie lange sie dauern werden ist noch offen. Die Kirche muss während der Arbeiten eingerüstet werden, da auch außen am Dach gearbeitet werden muss. Sie wird aber für Kirchenbesucher offen bleiben. Die Kosten für die Sanierung belaufen sich laut Kirchenstiftung auf voraussichtlich 450 000 Euro, einschließlich Nebenkosten sollen es 480 000 Euro sein.

Um das Vorhaben zu finanzieren, hat die Kirchenstiftung einen Zuschuss von 50 000 Euro bei der Gemeinde Eglfing beantragt. 395 000 Euro übernimmt die Diözese, der Rest soll aus Zuschüssen und Eigenmitteln kommen. Laut Kirchenstiftung werde niemand zum Betteln rumgehen, Spenden seien aber durchaus willkommen.

Die Eglfinger Gemeinderäte diskutierten ausführlich über die Vor- und Nachteile eines prozentualen Zuschusses gegenüber der Zusage einer festen Summe. Am Ende votierten sie einstimmig dafür, zehn Prozent der tatsächlichen Kosten zu übernehmen.

Alfred Schubert

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