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Zum Abschied gab es ein Gruppenfoto vor der Kapelle, die an Kardinal Theodolfo Mertel erinnert. 

Städtepartnerschaft Eglfing-Allumiere

Jugend belebt Freundschaft

Eglfing – Die Gemeinde Eglfing pflegt seit 2000 eine offizielle Städtepartnerschaft mit Allumiere in Italien. Dass die Freundschaft lebendig ist, bewies jetzt ein Schüleraustausch.

Das Experiment ist geglückt, wie Michaela Schönbach feststellte, als im Eglfinger Pfarrheim die fünf Jugendlichen und ihre zwei Begleiterinnen aus der italienischen Partnergemeinde Allumiere wieder verabschiedet wurden. Schönbach engagiert sich selbst in der Dorfpartnerschaft. Nach 15 Jahren offizieller Freundschaft zwischen den Gemeinden hatten sich beide im vergangenen Jahr Gedanken darüber gemacht, wie sie mehr junge Leute einbinden können. Die Idee des Schüleraustausches war geboren.

Für die Reise nach Italien wählten die Eglfinger die Pfingstferien aus. Die Schüler aus Allumiere kamen nun in den italienischen Ferien ins Oberland. So kamen alle in den Genuss einer zusätzlichen Unterrichtswoche, die sie als Gastschüler verbrachten – was Arianna Giannini begeisterte. „Die Schule hier ist größer und besser ausgestattet“, wie sie feststellte. Giulia Pinardi hat die Natur am meisten gefreut: „Die Natur hier ist ganz anders. Hier ist alles grün. Und alles ist so sauber.“ Beatrice Fonelle ist aufgefallen, dass die Menschen hier ihren Tagesablauf ganz anders gestalten und dass man zu Fuß in die Schule geht. In Italien würden die Schüler mit dem Auto hingefahren. Auch die Eglfinger Schüler hatten bei ihrem Besuch in der Partnergemeinde Neues gelernt. Für Immanuel Herrmann war es die Esskultur, vor allem die gemeinsamen Mahlzeiten. Christine Fortmaier stimmte ihm in diesem Punkt zu, und Aurelian Herrmann war von der „Pizza mit den frischen Zutaten“ begeistert. Noch etwas hat Italien zu bieten, wie Franziska Streicher feststellte: „Das Wetter ist besser.“ Ein einziges Manko hat dagegen Elisabeth Streicher gefunden: „Nicht alle Autos haben hinten Gurte.“

In einem Punkt waren sich alle deutschen und italienischen Schüler einig: Die Gastfamilien sind nett und sie würden gern wieder kommen. Lob für die Eglfinger gab es auch von Serena Rosati, der stellvertretenden Bürgermeisterin von Allumiere. „Vielen Dank für ihre Gastfreundschaft. Alles war perfekt.“, sagte sie in einer kurzen Rede auf Deutsch, während sie sonst die Hilfe der Dolmetscherin Livia D’Avenia in Anspruch nahm. „Kommen Sie wieder, unsere Türen und unsere Herzen sind offen“, so die Einladung von Rosati zur Fortsetzung der Partnerschaft, die Bürgermeister Klement Holzmann für seine Gemeinde wiederholte: „Ich hoffe, dass wir uns bald wiedersehen.“

Die Partnerschaft geht auf das Jahr 1999 zurück. Laut Holzmann kam der Gedanke auf, als man 1999 des 100. Todestags von Kardinal Theodolfo Mertel gedachte. Der Kardinal, der im Vatikan arbeitete, war der Sohn des gebürtigen Eglfingers Isidor Mörtl, der 1802 nach Allumiere ausgewandert war. Im Jahr 2000 wurde die Partnerschaft offiziell besiegelt. Seither besuchten sich die Musikkapellen und zahlreiche Bürger gegenseitig. Für nächstes Jahr ist wieder ein Schüleraustausch geplant. Schüler aller Schularten im Alter von 13 bis 15 Jahren können sich bei Bürgermeister Holzmann melden. Im Vorfeld wird laut Michaela Schönbach wieder ein Sprachkurs angeboten.

von Alfred Schubert

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