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„Lausch – Groove – String“: So beschreiben die in Weilheim aufgewachsene Harfenistin Sabine Gruber-Heberlein, Ziach- und Hackbrettvirtuose Thomas Gruber und Cellistin Maria Friedrich (v.l.) die Musik ihres Trios „Gruberich“. 

Weltmusik-Trio „Gruberich“

Musik mit „Ohrenzwinkern“

Tauting - Das Debüt-Album des Weltmusik-Trios „Gruberich“  überrascht. Es ist eigenwillig und voller Lebensfreude.

Als Trio touren Maria Friedrich, Sabine Gruber-Heberlein und Thomas Gruber schon einige Zeit durch die Konzertsäle in Bayern. Und wer sie dort erlebt, ist zumeist begeistert von ihrer eigenwilligen und mitreißenden Musik und von der raren Kombination aus Hackbrett, „Ziach“, Cello und Harfe. Das Instrumentarium klingt ein wenig nach einem Zusammentreffen von Volksmusik und Klassik – es ist aber viel mehr. Nun gibt es die Musik von „Gruberich“ – so der Name des Trios um das Ehepaar Gruber-Heberlein, das in Tauting lebt und an der Murnauer Musikschule unterrichtet – auch auf CD. In 16 Stücken, die vielfach in Konzerten erprobt wurden, zeigen die Vollblutmusiker, was in ihrer Besetzung alles möglich ist. Bei einigen Titeln werden sie vom Perkussionisten Wolfgang Eisenreich unterstützt.

Die Klangcharakteristik der CD „Ohrenzwinkern“ ist sehr direkt und unverfälscht. Es klingt alles, so wie es auch auf der Bühne klingen könnte. Auf viel Hall haben die Musiker verzichtet, was beim silbrig-hellen Klang von Hackbrett und Harfe auch angebracht ist. Fast alle Stücke auf dem Album wurden von Thomas Gruber komponiert, der damit seinen ganz eigenen musikalischen Weg beschreitet: sehr emotional, differenziert und fein ausgearbeitet. Allerdings haben sich viele der Stücke auch in den Proben und bei Konzerten weiter entwickelt, sagt er.

Einige Lieder hat der 40- jährige Ziach- und Hackbrettvirtuose zunächst einmal nur mit Maria Friedrich (40) ausprobiert. Er lernte die Cellistin aus München vor gut zwei Jahren bei einem Orchesterprojekt kennen, und sie merkten schnell, dass die musikalischen Vorstellungen gut zusammenpassen. Harfenistin Sabine Gruber-Heberlein (30) gab dem Klang dann noch mehr Farbigkeit und Fülle. Jeder im Ensemble, so erzählt Thomas Gruber, wisse natürlich, wann sein Instrument besonders gut klingt – und brachte diese Erfahrungen ins Spiel mit ein. Überhaupt schätzt Gruber die vielfältigen klanglichen Möglichkeiten, die die Besetzung mit sich bringt. „Jedes Instrument kann auf verschiedene Weise eingesetzt werden“, sagt er. Mal liegt die Melodie im Cello, dann wieder in der Harfe oder beim Hackbrett.

Die Musik von „Gruberich“ (Selbstbeschreibung: „Lausch – Groove – String“) ist eine, die den Hörer in ihren Bann ziehen will. Sie erzählt von Lebensfreude und von Melancholie, sie ist überraschend, manchmal dramatisch und anspruchsvoll, so dass man auch beim mehrmaligen Hören wohl immer wieder etwas Neues entdecken wird. Auch die alpenländische Volksmusik, die für Thomas Gruber so etwas wie sein musikalisches Fundament ist, klingt vielfach durch.

Die CD „Ohrenzwinkern“

ist erhältlich über die Website des Ensembles: www.gruberich.de. Live zu erleben ist das Trio unter anderem am Freitag, 13. Januar, 20 Uhr, in der „Pasinger Fabrik“ in München-Pasing (Info: 089/ 82 92 90 79) und am Samstag, 18. Februar, 20 Uhr, in der „Gunklstube“ in Bad Bayersoien (Info: www.kukubaba.de).

Heribert Riesenhuber

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