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Die beiden Hauptdarsteller als Vater und Sohn bzw. Bürgermeister sen. und Bürgermeister jun. 

Provinzkomödie

Im Kreis Weilheim-Schongau wird ein Schüler zum Bürgermeister 

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Verrückte Welt im beschaulichen Langsham: Ein Bub wird zum Gemeindeoberhaupt. Wo gibt‘s denn sowas? 

Der Bürgermeister fällt mit einem Hexenschuss aus, im Gemeinderat winken alle ab - wer soll dann die Geschäfte führen? In der 50-minütigen Provinzkomödie „Ein Dorf steht Kopf“ wird ein Schüler zum Gemeindeoberhaupt. Die Geschichte spielt in der Ortschaft Langsham im Landkreis Weilheim-Schongau. Bevor Sie nun fragend eine Landkarte zur Hand nehmen: Die Ortschaft ist fiktiv und steht sinnbildlich für ein bayerisches Dorf, in dem sich die Welt noch etwas langsamer dreht. 

Gedreht wurde der Film im Wasserburger Altlandkreis, wo auch der Nachwuchsregisseur Sebastian Schindler in Soyen lebt. Insgesamt rund 100 Leute haben mitgewirkt, darunter viele lokale Urgesteine. Doch auch erfahrene Schauspieler und bekannte TV-Gesichter konnten für die Produktion gewonnen werden. 

Die Rolle des Bürgermeisters übernahm Christian Rehrl, der bereits bei den ZDF-Serien „Rosenheim Cops“ und „SOKO Kitzbühel“ mitwirkte. Auch die Frau des Bürgermeisters war schon häufiger im Fernsehen zu sehen: Claudia Maria Haas spielte unter anderem bei der Erfolgsserie „Forsthaus Falkenau“ und bei „Aktenzeichen XY ungelöst“ mit. 

Eine besonders amüsante Rolle in der bayerischen Dorf-Komödie spielt das Kabarettduo „Steckerlfisch & Schlagsahne“ als Landärzte-Team. Den Titelsong "Ois steht Kopf" komponierte der Tegernseer Singer-Songwriter Beni Hafner, besser bekannt als der "Oimara".

Jungregisseur Sebastian Schindler. 

Die eigentlichen Stars des Films sind aber keine Profis und haben einen Altersunterschied von mehr als 60 Jahren. Da ist zum einen der neunjährige Vitus Droppelmann, der in die Rolle des Seppi Oberhuber schlüpfte und das Bürgermeisteramt übernimmt. Im echten Leben kannte ihn Regisseur Schindler bereits als „Wirthaus- und Lausbuam“. Er habe sich ihn genau so vorgestellt für die Rolle.  

Der zweite - und „heimliche“ Star - des Films ist die Seniorin Hildegard Schmidt als Hilde Hausner. In einer Szene tanzt sie als Oma in der Disko so wild, dass „die Jungen direkt ein wenig eingestaubt waren“, erzählt Schindler lachend von den Dreharbeiten. 

Der ganze Streifen war innerhalb von nur sieben Drehtagen im Kasten, doch die Postproduktion zog sich für den Hobby-Filmemacher und Schauspieler Schindler über vier Monate hin. „Da musste ich in dieser Zeit fast meine gesamte Freizeit opfern“, erzählt der Video-Volontär. Abgeschlossen ist das Projekt noch nicht, denn derzeit geht er mit seinem Film „on Tour“. 

Sogar ins regionale Kino hat es der Film schon geschafft: Ab Juni läuft er dreimal im Kino Utopia in Wasserburg. Bei Zuschauerinteresse ist auch eine Verlängerung möglich. Am Samstag, 5. Mai um 20 Uhr (Einlass 18 Uhr) wird die Komödie außerdem im Klostercafé Gars gezeigt. Der Eintritt kostet 7 Euro. Karten können unter 08073/9147187 oder 08073/388344 reserviert werden.

Der Trailer zum Film

Die Handlung des Films

Im oberbayerischen Dorf Langsham dreht sich die Welt noch langsamer. Während sich die Bürger über eine wunderschöne Lage im Voralpenland erfreuen dürfen, funktionieren modernste Erfindungen wie Mobilfunknetz oder Internet noch nicht wirklich. Setzt sich ja eh nicht durch. Als der langjährige Bürgermeister Wolfgang Oberhuber (Matthias Christian Rehrl) im Rahmen einer Bürgerversammlung die neuesten Entwicklungen zum lange angekündigten Breitbandausbau präsentieren will, bricht er auf der Bühne zusammen. Diagnose: Hexenschuss!

Das ortsansässige Ärzte-Team (Kabarettduo Steckerlfisch&Schlagsahne) rät ihm zu einer zweiwöchigen Amtspause. Doch wer soll den Bürgermeister in dieser Zeit vertreten? Das komplette Gemeinderatsteam sowie auch seine Vorgänger wollen mit den heiklen Themen nichts zu tun haben. Also muss ein anderer her. Oberhubers zwölfjähriger Sohn Seppi (Vitus Droppelmann) bietet seinem Vater an, das Bürgermeisteramt während seiner Schulferien zu übernehmen. Gesagt, getan: Seppi wird „Aushilfs-Bügermeister“ und stellt das komplette Dorfleben sprichwörtlich auf den Kopf. Sein Motto: „Ned kena gibt’s ned. Macha zaid!“

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