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Neue Anlaufstelle soll bei Pflegebedarf helfen: Mit drei Unterschriften wurde ihr der Weg geebnet

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Von: Stephanie Uehlein

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Mit der Vertragsunterzeichnung ebneten sie den Weg für den neuen Pflegestützpunkt: (v.l.) Bezirkstagspräsident Josef Mederer, Landrätin Andrea Jochner-Weiß und AOK-Direktor Stefan Schackmann.
Mit der Vertragsunterzeichnung ebneten sie den Weg für den neuen Pflegestützpunkt: (v.l.) Bezirkstagspräsident Josef Mederer, Landrätin Andrea Jochner-Weiß und AOK-Direktor Stefan Schackmann. © Landratsamt

Landkreis – Wenn Pflegebedarf auch Beratungsbedarf mit sich bringt, bietet ab Frühjahr 2022 der Pflegestützpunkt im Landkreis Weilheim-Schongau seine Hilfe an. Mit der Unterzeichnung eines Vertrages wurde ihm jetzt der Weg bereitet.

Er soll eine Unterstützung für Menschen mit Pflegebedarf und für deren Angehörige sein: der neue Pflegestützpunkt im Landkreis. Im April 2022 soll er seine Arbeit aufnehmen (wir berichteten). Am Donnerstag besiegelten Träger des Stützpunkts den Vertrag zur Einrichtung der neuen Anlaufstelle. Unterzeichnet wurde dieser von Landrätin Andrea Jochner-Weiß für den Landkreis, von Bezirkstagspräsident Josef Mederer für den Bezirk Oberbayern und von Stefan Schackmann für die AOK (an die weiteren beteiligten Kranken- und Pflegekassen wird das Schriftstück zur Unterschrift versendet). Online bei der Unterzeichnung dabei waren auch Vertreter aus Politik und Verwaltung, die sich für die Einrichtung des Pflegestützpunktes im Landkreis engagiert haben.

Der Zeitpunkt für die Gründung der Anlaufstelle sei richtig, sagte Jochner-Weiß – und zwar wegen des demografischen Wandels und des zunehmenden Bedarfs an Pflege. Die neue Einrichtung soll verhindern, dass Ratsuchende bei aktuellem oder bevorstehendem Pflegebedarf „von Pontius zu Pilatus“ (so die Landrätin) laufen müssen. Beim Stützpunkt soll es umfassende Informationen zum Thema „Pflege“ von einer unabhängigen Stelle geben – etwa zu Hilfsangeboten und zu Leistungen der Pflege- und Krankenversicherung.

Ein Vorreiter ist der Landkreis nicht: In Oberbayern gibt es schon 16 Pflegestützpunkte

Es sei „ein guter Tag für die Bürger im Landkreis“, sagte Bezirkstagspräsident Mederer anlässlich der Vertragsunterzeichnung. Er machte allerdings auch klar, dass Weilheim-Schongau kein Vorreiter in Sachen „Pflegestützpunkt“ ist, denn der Landkreis bekommt die 16. derartige Einrichtung in Oberbayern. Mederer wies auch darauf hin, dass sich der Bezirk am Pflegestützpunkt mit einer Vor-Ort-Beratung beteiligt (zu den Leistungen für Menschen mit Behinderungen und zur Hilfe zur Pflege).

Schackmann hob anhand seiner persönlichen Erfahrung die Bedeutung der Stützpunkte hervor: Als seine Mutter pflegebedürftig geworden sei, sei er überfordert gewesen, so der AOK-Direktor. In solchen Fällen seien die Anlaufstellen wertvoll. Die Kosten für den neuen Pflegestützpunkt mit Standorten in Weilheim und Schongau tragen zu zwei Dritteln die Kranken- und Pflegekassen sowie zu je einem Sechstel der Landkreis und der Bezirk.

Die Beratungsstelle, deren Betreiber der Landkreis ist, soll auch Sprechzeiten in Penzberg sowie telefonische Auskunft und Hausbesuche anbieten. Hieß es vor kurzem noch, der Pflegestützpunkt richte sich vorwiegend an Menschen mit bestehendem oder bevorstehendem Pflegebedarf, wurden deren Angehörige am Donnerstag deutlicher in die Zielgruppe miteinbezogen.  

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