1. Startseite
  2. Lokales
  3. Weilheim

„Ein Zeichen absoluter Enttäuschung“

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Peißenberg - Die Fraktionssprecher des Peißenberger Marktrats nahmen Stellung zum Ergebnis der Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Bürgermeisterin Vanni. Resignation macht breit.

Wie berichtet, hatten Ulrich Franz (Bürgervereinigung), Peter Blome (SPD) und Petra Maier (CSU) eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Vanni eingereicht, weil diese einen Vertrag über die Aufstellung einer Ladestation für Elektrofahrräder abgeschlossen hatte. Der Gemeinderat wusste davon nichts und diskutierte monatelang über einen Standort für solch einen „E-Tower“. Reinhard Dorda von der Kommunalaufsicht am Landratsamt hatte in der vergangenen Woche seine Stellungnahme zur Dienstaufsichtsbeschwerde vorgelegt. Er kommt zu dem Schluss, dass die Bürgermeisterin den Gemeinderat wohl über den Vertrag hätte informieren müssen. Dorda fragt aber auch, ob nicht doch die Gemeinderäte - und nicht Vanni - dem Ansehen Peißenbergs schaden, weil sie die Beschwerde verfasst hatten.

Franz war es, der in der Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend die Stellungnahme der Fraktionssprecher verlas. Eingebettet in viele juristische Spitzfindigkeiten sei die Kernaussage Dordas zu finden, meinte er: „Im Zweifel ist der Vertrag bekanntzugeben.“ Das habe auch die Bürgermeisterin zur Einsicht geführt. „Schön, dass Sie das jetzt einsehen, und eine Entschuldigung gegenüber dem Gremium dafür, dass Sie das nicht getan haben, wäre wohl auch angebracht“, so Franz. Die gab es aber nicht.

Die ganze Sache sei ein Zeichen absoluter Enttäuschung dieses Gremiums über Vannis Amtsführung, so Franz.

Auch interessant

Kommentare