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Eine Ausstellung, vier Besonderheiten

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Bilder, wechselt euch: Zum Konzept der Ausstellung gehört, dass die Werke nach zwei Tagen getauscht werden. Die 16 Künstler bleiben dieselben.  Foto: Gro
Bilder, wechselt euch: Zum Konzept der Ausstellung gehört, dass die Werke nach zwei Tagen getauscht werden. Die 16 Künstler bleiben dieselben. Foto: Gro

Weilheim - Die derzeitige Ausstellung „Wechselspiel“ im Stadtmuseum Weilheim bietet in vielerlei Hinsicht etwas Neues und das macht sie so interessant.

Neu ist das Gesamtkonzept, das Thorsten Fuhrmann mit seiner Kunstagentur „art activities“ erstellt hat: 16 Künstler aus der Umgebung stellen vier Tage lang 32 Kunstwerke aus. Nach zwei Tagen wechseln die Exponate und weitere 32 Werke sind zu sehen. Gezeigt wird so, dass ein Raum durch das Umgestalten von Werken gleicher Künstler völlig anders wahrgenommen wird, und auch der Künstler selbst in „einem anderen Licht“ erscheint.

Neu ist auch, dass der Besucher beim Betrachten der Exponate vergeblich nach dem Namen des Künstlers oder dem Titel des Werks sucht. Man solle in erster Linie das Kunstwerk betrachten, so Thorsten Fuhrmann, und sich nicht vom Namen des Künstlers oder vom Titel beeinflussen lassen.

Völlig neu ist auch, dass die Bilder nicht nur gekauft, sondern gemietet werden können. „Im bayerischen Oberland bin ich der Erste mit diesem Konzept“, sagt Fuhrmann.

Die vierte Besonderheit: Der Ausstellungsleiter selbst bot eine interessante Performance zur Eröffnung. Fuhrmann legte zehn nachdenkliche, humorvolle und provokante Standpunkte zur Kunst auf Fußabtreter, die im Museum verteilt waren. „Kunst ist nichts anderes als Gestaltung mit beliebigem Material“ war da zu lesen oder „Die Aufgabe der Kunst ist es heute, Chaos in die Unordnung zu bringen“.

Die Ausstellung

ist noch am heutigen Samstag von 10 bis 17 Uhr und an diesem Sonntag von 14-17 Uhr geöffnet.

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