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Seit zehn Jahren Stammgäste in Oberhausen: „Da Huawa, da Meier und I“ am Samstagabend auf der „Stroblbühne“. 

„Da Huawa, da Meier und I“ beim Stroblwirt

Eine verrückte Zeit

Oberhausen - „Da Huawa, da Meier und I“ begeistern auf der zweimal ausverkauften „Stroblbühne“.   Und die Niederbayern feierten ein kleines „Jubiläum“.

 An zwei Abenden ausverkauft! Und mehr noch: „Es ist heuer ein kleines Jubiläum“, strahlte Wirt Franz Strobl am Samstagabend zur Begrüßung. Vor zehn Jahren spielten „Da Huawa, da Meier und I“ zum ersten Mal auf der Oberhausener „Stroblbühne“. Seitdem kommen sie praktisch jährlich – und nun gleich wieder an zwei Tagen hintereinander. Die drei Männer aus Niederbayern und der Oberpfalz, längst eine der erfolgreichsten Musikkabarett-Gruppen Bayerns, haben auch in der Region eine große Fangemeinde. Und es hält buchstäblich keinen Zuhörer auf dem Stuhl bei dieser Regenbogenshow mit Musik, Wortwitz und eigenartig verrückten Verkleidungskünsten. „Zeit is a Matz“ heißt ihr neues Programm. Und gleich die Einleitung ist ein Vergnügen: Es ertönen diverse Morgengeräusche, die den tiefen Schläfer aufwecken können. Glockenschläge, Hundegebell, ein Käuzchen, ein Kuckuck, ein Schuss aus einem Jagdgewehr, ein nerviger Handyton, endlich ein ganz normaler Wecker. Dann Auftritt von „Da Huawa, da Meier und I“, und schon ist man drin im Geschehen rund um die Zeit, die ja so relativ ist. Soll sie vergehen, bleibt sie stehen. Und natürlich umgekehrt.

Man lässt sich gerne mitnehmen auf diese musikalisch-wortreiche Zeitreise, die so einige politische und auch nicht-politische Themen berührt. Weil sie von Christian Maier (da Huawa), Matthias Meier (da Meier) und Siegi Mühlbauer (I) so hintersinnig und frech präsentiert wird. Weil die Musik einfach „schee is“. Und weil das Gehörte zum Nachdenken anregt: „Man schimpft über die Heimatvertriebenen, schaut sich zuhause aber dann ,Dahoam is dahoam’ an...“ – wenige Klatscher gab es dazu, aber das machte nichts. Denn „das Thema spaltet derzeiten. Aber ich hab’ momentan das Mikrofon“, grinst Christian Mai ins Publikum und kündigt anschließend „Schauerliches“ an. Die drei Aliens auf der Bühne mit den seltsamen Kopfbedeckungen kommen vom Planeten „Gamma grins“. Die Bewohner dort, so erfährt man, sind keine Vegetarier. 18 Jahre wolle man nun die Erdenbewohner mästen, um sie dann artgerecht zu schlachten und zu verspeisen. „Nehmt doch alle eine fette Nachspeise. Wir werden später eure Fingerknöchel testen“, drohen „Da Huawa, da Meier und I“. Was für eine Vorstellung!

Nächste Kulturtermine

der „Stroblbühne“ Oberhausen: Kabarett mit Christian Springer („Trotzdem“) am kommenden Freitag, 30. September, 20 Uhr • Liedermacher Dominik Plangger am Sonntag, 2. Oktober, 19 Uhr (Karten für diese beiden Abende gibt es u.a. beim Medienhaus-Ticketservice in der Sparkasse am Marienplatz Weilheim, Tel. 0881/ 686-11) • Kabarett mit Luis aus Südtirol („Oschpele“) am Montag, 3. Oktober, 19 Uhr (Restkarten beim Wirt, Tel. 08802/222).

Regina Wahl-Geiger

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