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Noch nicht ganz fertig: In einem Provisorium folgten 50 Besucher der Rede von Landrätin Andrea Jochner-Weiß (Mitte), die die Leistung aller Beteiligten würdigte. 

wohnungen für demenzkranke

Einzug erst im Februar

Weilheim - Planungsfehler und Hochwasser führten zur Bauverzögerung beim Haus am Schießstattwegwohnungen für demenzkranke. Einzug ist erst im Februar.

 Mit der Einweihung hatte es aufgrund von Bauverzögerung noch nicht geklappt. Dennoch hatten die Alzheimer-Gesellschaft Pfaffenwinkel-Werdenfels und die Ohlstadter „Maro“-Genossenschaft für vergangenen Freitag zur Segnung ins das neue errichtete Haus für Menschen mit Demenz am Weilheimer Schießstattweg eingeladen.

Nachdem das Vorhaben mit den Wohnungen für Demenzerkrankte den rund 50 geladenen Gästen vorgestellt worden war, spendeten Dekan Axel Piper und Pfarrer Engelbert Birkle lediglich den Mitarbeitern der Einrichtung den kirchlichen Segen. Eigentlich hätte das Haus schon bezugsfertig sein sollen, aber während des Baus haben sich Probleme ergeben, die laut „Maro“-Gründer Martin Okrslar zu Verzögerungen geführt haben. Die ursprüngliche Planung, eine Rampe als Zufahrt zur Tiefgarage zu bauen, sei aufgegeben worden. Laut Okrslar wäre die Sicherung des benachbarten Hangs zu schwierig gewesen wäre – was zuerst nicht bedacht worden sei. An Stelle der Rampe sei ein Lift für Autos gebaut worden. Die Tiefgarage wurde entsprechend teuer: Jeder der zwölf Stellplätze kostet laut Okrslar 68 000 Euro. Dann habe noch ein Ammer-Hochwasser zum Anstieg des Grundwassers geführt, wodurch die Baugrube geflutet worden sei. Okrslar ist aber zuversichtlich, dass Mitte Februar die Mieter einziehen können.

Landrätin Andrea JochnerWeiß würdigte in ihrer Ansprache die Arbeit von Okrslar und Petra Stragies, der Vorsitzenden der Alzheimer-Gesellschaft: „Sie machen Alzheimer gesellschaftsfähig.“

Beim Bau des Hauses waren die Initiatoren einen anderen Weg gegangen als üblich, wie „Maro“-Vorstandsmitglied Okrslar erläuterte. Mit der Gründung einer Genossenschaft wurde das erforderliche Eigenkapital für den Kauf eines Grundstücks und den Bau der erforderlichen Gebäude gesammelt. Die Genossenschaft startete 2012 mit fünf Mitgliedern, die Anteile von jeweils 1500 Euro zeichneten. Ziel sei es gewesen, viele kleine Anlagen zu bündeln, um so das nötige Eigenkapital aufzubringen. Ein Problem war laut Okrslar anfangs die Akzeptanz des noch wenig bekannten Vorhabens. Erst im Sommer 2014 sei der Durchbruch gekommen. Bis heute hätten rund 300 Mitglieder gut zwei Millionen Euro gezeichnet.

Die Wohnanlage in Weilheim ist das erste Projekt der Genossenschaft, drei weitere sind in Planung. In Weilheim ist Platz für 19 Mieter in zwei Wohngemeinschaften.

Alfred Schubert

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