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Und schon wieder hat’s geklingelt: Im Hinspiel auf eigenem Eis kassierten die „Eishackler“ (in schwarzen Trikots, hier Max Barth und Torhüter Felix Barth) gegen Moosburg eine 5:6-Niederlage.   

Eishockey: Bayernliga

Unberechenbare Gegner, unberechenbare „Eishackler“

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Wie werden sich die „Eishackler“ in den Partien gegen Moosburg und Germering schlagen? Die Peißenberger Verantwortlichen tun sich mit Prognosen schwer.

Peißenberg – Der Papierform nach ist alles klar: In den beiden Partien des kommenden Wochenendes holt der TSV Peißenberg sechs Punkte. Sowohl im Gastspiel an diesem Freitag beim EV Moosburg (19.30 Uhr) als auch am Sonntag auf eigenem Eis gegen die Wanderers Germering (17 Uhr) gehen die „Eishackler“ als Favorit ins Spiel. Beide Gegner finden sich im Tabellenkeller wieder, die Peißenberger hingegen haben sich in der oberen Hälfte der Bayernliga etabliert.

Alles demnach nur Formsache für den TSV? Wenn es doch nur so einfach wäre. „Wenn man ehrlich ist, dann kann man sich irgendwelche Analysen oder Einschätzungen in der diesjährigen Bayernliga-Saison eigentlich sparen“, so Andreas Bauer. Der „Eishackler“-Pressesprecher verweist dabei auf eine Partie des vergangenen Wochenendes. Da gewann Pfaffenhofen, zwei Tage zuvor noch von den Peißenbergern mit 1:9 gedemütigt, mit gerade einmal 14 Mann beim Tabellenzweiten Dorfen mit 7:6 in der Verlängerung. „Echt crazy“, so Bauer.

Für Überraschungen, welcher Art auch immer, sorgen in dieser Saison aber auch die „Eishackler“ reichlich. Erst am vergangenen Wochenende erwies sich das Team von Trainer Sepp Staltmayr wieder als Wundertüte. Da setzte es nach dem souveränen und in dieser Höhe nicht zu erwartenden 9:1-Erfolg in Pfaffenhofen zwei Tage später eine 6:7-Heimniederlage nach Verlängerung gegen den ESC Geretsried. Diesen Gegner hatten die Peißenberger zwei Wochen zuvor noch mit 5:1 bezwungen. Für Enttäuschung beim eigenen Anhang sorgte der TSV auch im Hinspiel gegen die Moosburger, als es eine überraschende 5:6-Heimniederlage gab. Andererseits haben die Moosburger diese Saison schon jede Menge Spiele verloren, zuletzt mit 2:9 in Landsberg. Damit müssen sie sich aktuell mit dem vorletzten Platz begnügen. Die Peißenberger wagen es aber nicht (mehr), daraus etwas zu folgern. „Das Einzige, was als konstant bezeichnet werden kann, ist die Tatsache, dass jedes Team irgendwie gegen jedes andere Team eine Chance hat“, so Bauers Erkenntnis. Erfolgreichster Scorer der Moosburger ist David Michel (8 Tore/15 Assists). Auch wenn es sportlich nicht besonders läuft, so ist der EVM zumindest die fairste Mannschaft der Liga (189 Strafminuten in 15 Partien/Schnitt 12,60)). Erheblich mehr haben da schon die „Eishackler“ auf dem Konto (276 Minuten in 16 Partien/Schnitt 17,25).

Als unberechenbar erweisen sich diese Saison auch die Wanderers Germering, die am Sonntag in Peißenberg zu Gast sind. Vergangene Woche zeigten sie zwei Gesichter: Einem 4:2-Heimsieg gegen Buchloe ließen sie ein 3:7 in Passau folgen. Derzeit rangieren die Germeringer, die in den vergangenen Jahren Dauergast in der Abstiegsrunde waren, auf dem zwölften Platz. Vor den Peißenbergern haben die Wanderers großen Respekt: Die Tatsache, dass die „Eishackler“ ihren akuten Mangel an Verteidigern klaglos wegstecken, sei „ ein klares Indiz für mannschaftliche Kompaktheit und eine gereifte Teammoral, füreinander in jeder Situation einzustehen“, schreiben die Wanderers auf ihrer Homepage.

Zumindest, was die mannschaftliche Kompaktheit betrifft, stand es damit bei den Peißenbergern im Heimspiel gegen Geretsried nicht zum Allerbesten. Vor allem mit der Defensivleistung war Coach Staltmayr überhaupt nicht zufrieden. Entsprechend war die Trainingsgestaltung während der Woche. Dünn besetzt sind die Verteidigerpositionen auch diesmal. Zumindest aber dürfte der zuletzt erkrankte Daniel Lenz wieder dabei sein.

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