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Erfolge schweißen zusammen: Gemeinsam feierten die „Eishackler“ den 10:2-Sieg gegen Dorfen. Ihren Aufwärtsrend wollen sie an diesem Wochenende fortsetzen. 

Eishockey: Bayernliga

„Eishackler“ wollen nachlegen

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Nach der Gala gegen Dorfen blicken die „Eishackler“ den Partien gegen Pfaffenhofen und Geretsried selbstbewusst entgegen. 

Peißenberg – Vergangene Woche hatte der TSV Peißenberg mit den Duellen gegen Landsberg (Dritter) und Dorfen (Zweiter) ein Hammerprogramm zu absolvieren. Die Ausbeute – die „Eishackler“ holten vier von sechs möglichen Punkten – konnte sich durchaus sehen lassen. „Damit hat wahrscheinlich keiner gerechnet“, sagte Trainer Sepp Staltmayr. Besonders der Gala-Auftritt seiner Mannschaft beim 10:2-Heimsieg gegen Dorfen rang ihm ein Lob ab.

Doch Staltmayr ist erfahren genug, um zu wissen, dass dies alles eine Momentaufnahme ist. Der Erfolg gegen die „Eispiraten“ sei zwar schön gewesen, mehr als drei Punkte für sein Team gibt’s dennoch nicht. Immerhin aber haben sich die Peißenberger mit diesem Kantersieg den Respekt der Konkurrenz verdient. Dennoch läuft beim TSV noch nicht alles so, wie es den Vorstellungen des Trainers entspricht. „Wir müssen in jedem Spiel über 60 Minuten unsere Leistung abrufen“, so Staltmayrs Forderung. In der Vorrunde seien die Ausschläge zu groß gewesen, das hat die „Eishackler“ laut Rechnung ihres Trainers fünf, sechs Punkte gekostet. „Diese Punkte brauchen wir in der Rückrunde“, so Staltmayr. Sein Versprechen: „Ich werde die Mannschaft weiter verbessern.“

Mit den beiden Spieltagen am Wochenende beginnt die Rückrunde in der Bayernliga. Der Papierform nach sind die Gegner der „Eishackler“ erheblich angenehmer als in der Woche zuvor. Zunächst geht es für den TSV am Freitag zum EC Pfaffenhofen (20 Uhr), am Sonntag ist der ESC Geretsried zu Gast im Peißenberger Eisstadion (17 Uhr). Doch grau ist alle Theorie, die Wirklichkeit sieht ein wenig anders aus. Die Pfaffenhofener etwa rangieren nach Ablauf der ersten Halbserie zwar nur auf Rang elf, doch die Formkurve bei den „Icehogs“ zeigt deutlich nach oben. Am vergangenen Wochenende holten sie mit den Erfolgen in Passau (5:4) und gegen Landsberg (4:1) das Punktemaximum. Schwachpunkt der Pfaffenhofener ist bislang ihre Offensive. In 13 Partien haben sie gerade einmal 32 Tore erzielt, das ist der schwächste Wert der Liga. In der Scorerwertung ist der beste Spieler des ECP, Robert Neubauer, lediglich auf Rang 44 zu finden (13 Punkte/5 Tore/8 Assists). Der beste Peißenberger, Manfred Eichberger, ist in dieser Wertung übrigens auf Rang vier zu finden (27 Punkte/14 Tore/13 Assists). Zudem hat sich das Pfaffenhofener Eisstadion bis dato nicht gerade als eine uneinnehmbare Festung erwiesen: In sieben Partien holten die „Icehogs“ gerade einmal zwei Siege. Im Hinspiel genügte den Peißenbergern eine durchschnittliche Leistung zu einem 4:2-Sieg.

Gerade einmal zwei Wochen ist es her, dass die Peißenberger auf den ESC Geretsried getroffen sind. Beim Hinspiel in Geretsried hatten beide Mannschaften mehr mit den äußeren Bedingungen als mit dem Gegner zu kämpfen. Der Beginn der Partie musste wegen Regens um fast eine Stunde verschoben werden. Mit den speziellen Verhältnissen kamen die „Eishackler“ dann aber wesentlich besser zurecht, am Ende siegten sie verdient mit 5:1. Von Regenfällen und Wasser auf dem Eis werden die beiden Mannschaften im Rückspiel am Sonntag nicht beeinträchtigt werden. Im Gegensatz zur Spielstätte der „Riverrats“ verfügt das Peißenberger Eisstadion über ein Dach.

Was die bisherige Punktausbeute betrifft, steht den Peißenbergern am Sonntag ein absolut gleichwertiger Gegner gegenüber. Die „Eishackler“ haben 22 Zähler auf dem Konto, die Geretsrieder – bei einer weniger ausgetragenen Partie – 21. Erfolgreichster Scorer bei den Geretsriedern, in deren Reihen sich mit Andreas Dornbach ein ehemaliger Peißenberger befindet, ist Ondrej Horvath (17 Punkte/10 Tore/7 Assists). Wie die Peißenberger holten auch die Geretsrieder vergangenes Wochenende vier Punkte. Einem 4:5 nach Verlängerung in Buchloe folgte ein 5:2-Heimsieg gegen Passau. Nach den zuletzt überzeugenden Auftritten ist den Peißenbergern vor den beiden Partien dieses Wochenendes aber nicht bange. Oder wie es TSV-Pressesprecher Andreas Bauer ausdrückt: „Der mentale Tank ist nach dem 10:2-Sieg über Dorfen mit Selbstvertrauen und Motivation zu hundert Prozent gefüllt.“

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