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Gruppenbild auf der Messe: (von links) Wolfgang Haas, Justina Eibl, Andreas Scharli (Energiewende Oberland), Ernst Jörg, Vize-Landrat Karl-Heinz Grehl, Landrätin Andrea Jochner-Weiß, Ulrich Hach (Wirtschaftsministerium) und Robert Christian Mayer (Sparkasse).

Zahlreiche Neuerungen

Energiemesse: "Strom bleibt spannend"

Weilheim - Stirling-Motor, Hybrid-Heizungen und Heat Pipes: Die Energiemesse am vergangenen Wochenende wartete mit einigen Neuerungen auf.

Die technischen Neuerungen waren es, die die meisten Besucher interessierten. Dies ist die übereinstimmende Feststellung der Heizungsbauer und Solarfirmen, die am Wochenende auf der 5. Weilheimer Energiemesse in der Stadthalle ihre Energiesysteme vorstellten. Mehrere Aussteller zeigten kombinierte Systeme, die die Erzeugung von Strom und Wärme verbinden. Dies sind kleine Kraftwerke, die Strom für den Eigenverbrauch produzieren und die dabei anfallende Abwärme für Heizung und Warmwasserbereitung nutzen.

Die Firmen „Haustechnik Oberland“ und „Kaufmann“ hatten Anlagen, die mit einem Stirling-Motor arbeiten, die Firma „Abele“ eine mit Brennstoffzelle. Beide Systeme haben gegenüber konventionellen Blockheizkraftwerken den Vorteil, dass sie sehr leise laufen und fast keine Wartung brauchen. „Strom bleibt spannend“ stellte Martin Pape von „actensys“ fest.

Aufgrund der günstigen Preise für Photovoltaik-Module interessierten sich viele Besucher für PV-Anlagen für den Eigenverbrauch. In Kombination mit einer Batterie kann man den Großteil seines Stroms selbst produzieren, wie Alexander Pfann von „Nerotec“, einem der auf der Messe vertretenen Anbieter von PV-Komplettsystemen, am Stand erklärte. Erdwärme, die mit einer „Heat Pipe“, einer Röhre mit selbst zirkulierendem Kohlendioxid, aus einer Tiefbohrung geholt wird, war bei der auf Wärmepumpen spezialisierten Firma „Wechner“ besonders gefragt. Eine ganz alte Technik hat der Holzhausbauer und Erfinder Ernst Jörg neu aufgelegt. Er präsentierte als einer von drei Ausstellern modernen Holzbau – mit Wärmedämmung aus Holzfasern.

Rund 950 Besucher waren laut Organisator Wolfgang Haas auf die Messe gekommen. Für eine Fachmesse sei dies ein gutes Ergebnis, da nur eine kleine Zielgruppe angesprochen werde. Justina Eibl von der Wirtschaftsförderung des Landkreises Weilheim-Schongau führt den Erfolg der Messe auch darauf zurück, dass diese nur alle zwei Jahre veranstaltet werde. Eine jährliche Messe wäre zu viel, aber nach zwei Jahren gebe es sowohl neue Technik als auch neue Interessenten.

Alfred Schubert

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