Zwischen Halalmarkt und Milchstraße

Penzberg - In der Moschee gab es Gummibärchen, bei den Katholiken Butter und den Evangelischen Schokolade: Der erste interreligiöse Aktionstag in Penzberg kam gut an.

Das Thema des "Schöpfungstages" in Penzberg lautete, passend zum nahen Ernte-Dank-Fest: Ernährung und Konsumverhalten.

In der islamischen Gemeinde sprach Vize-Präsidentin Gönül Yerli über Speisevorschriften im Koran. Yerli erklärte, dass damit die Reinheit der Ernährung und Wertschätzung der Schöpfung bewahrt werden sollen. Sie betonte: „Man sollte Fleisch nicht einfach so verschwenderisch konsumieren.“

Die Verschwendung von Gottes Gaben war auch Thema bei den Katholiken. Im Pfarrzentrum Christkönig zeigten die Kleinen aus dem Kindergarten St. Raphael mit einer „Semmelstraße“, wie sie altes Brot verwerten. Anneliese Ruhdorfer und Maria Lidl standen an der „Milchstraße“ und erklärten, wie man Butter macht. Im evangelischen Pfarrhaus erwartete die Besucher eine Modenschau. Vize-Bürgermeister Dr. Johannes Bauer musste erkennen, wer ein fairgehandeltes T-Shirt trug. „Verantwortungsvoll einkaufen“ war hier das Motto - sich informieren, um Ausbeutung von Menschen nicht zu unterstützen oder der Umwelt nicht zu schaden.

Die Schöpfung wurde gestern von vielen Seiten betrachtet. Nicht angesprochen wurde bei dem interreligösen Tag hingegen der jüngste Aufruhr in der muslimischen Welt nach den Schmähvideos. Allerdings betonten die drei Geistlichen bei einem Gebet, dass man nur gemeinsam die Schöpfung bewahren könne. Penzberg soll der Welt als gutes Beispiel dienen.

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