Gardetreffen in Peißenberg

Ein farbenfrohes Spektakel

Peißenberg - Das zweite Peißenberger Gardetreffen hat am gestrigen Sonntag über 450 Aktive und rund 600 Besucher angelockt.

So kennt man ihn: Wenn es um Fasching geht, dann ist Thomas Rößle ganz in seinem Element. Am gestrigen Vormittag bei seiner Eröffnungsrede zum zweiten Peißenberger Gardetreffen spart der Vereinschef vom „Frohsinn 2000“ nicht mit Superlativen. Da ist von der „wunderschönen Tiefstollenhalle mit ihrer traumhaften Bühne“, von „wunderschönen Mädels“ und vom „Highlight des Jahres“ die Rede. Als Faschingsmuffel reagiert man da erst einmal skeptisch: Ob’s wirklich so toll wird? Doch Rößle hat nicht zu viel versprochen. Was die 24 Tanzgruppen - unter anderem aus Peißenberg, Schongau, Hohenfurch, Sindelsdorf, Penzberg, Benediktbeuern und Habach - den ganzen Tag über vor rund 600 Besuchern auf die Bühne zaubern, ist beeindruckend und beste Unterhaltung.

Vormittags sind die Kindergarden dran, abends ab 17 Uhr treten die Jugendlichen und Erwachsenen auf. Insgesamt sind es über 450 Tänzerinnen - und Tänzer. Ja, auch der männliche Faschingsnachwuchs findet Gefallen am Gardetanz - und bringt seine eigenen Showelemente mit ein: So legt Prinz Florian I. von der Kindergarde des TSV Iffeldorf eine Fußball-Jongliereinlage mit seinem Hofmarschall Niclas aufs Parkett.

Das Gardetreffen findet in lockerer Atmosphäre statt, die Veranstalter vom „Frohsinn 2000“ haben bewusst auf eine Prämierung verzichtet. Der Spaß soll im Vordergrund stehen - und die Leichtigkeit überträgt sich auch auf die Bühne. Das Publikum spendet reichlich Applaus - und das zu Recht: Auch wenn nicht jedes Bein synchron im Takt schwingt, das Gardetreffen ist kein wildes Rumgehopse, sondern ein buntes, farbenfrohes Spektakel mit toller Akrobatik und kessen Sprüchen.

Über zwölf Stunden lang bis weit in die Abendstunden dauert die Tanzsause in der Tiefstollenhalle. Bereits gegen 18 Uhr wagt Rößle ein Zwischenfazit: „Das zweite Peißenberger Gardetreffen ist total gelungen. Wir haben von den teilnehmenden Gruppen und Besuchern ganz hervorragende Resonanz bekommen“, schwärmt der „Frohsinn“-Chef.

Lediglich was die Essens-Disposition anbelangt gibt es leichte Manöverkritik. Die Wiener-Würstchen und die Käsesemmeln sind schon nach dem Kindergardetreffen ausverkauft: „Da müssen wir noch lernen“, sagt Rößle. Also wird es eine dritte Auflage des Gardetreffens geben? „Wir planen damit“, kündigt Rößle an.

Gardetreffen in Peißenberg: Das sind die Bilder

Bernhard Jepsen

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