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Ein mobiles Warmbecken mit 44 Grad sowie Kiosk, Sauna, WC und ein Putzweib bot diese Gruppe an – na, wenn das nicht die Rettung für die „Rigi-Rutsch’n“ ist.

Rund 10000 Besucher kamen

Faschingszug: Mobiles Warmbecken und ein Vanni-Mobil

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40 Gruppen und 21 Wagen waren beim Faschingsumzug in Peißenberg zu sehen. 10000 Besucher ließen sich davon anlocken.

Peißenberg – Und wieder hatte es gekracht. Das gelbe Auto rammte das rote – und das blau rummste auch noch dagegen. Machte nichts. War ja nur Pappe. Und war eben nicht zu verhindern – bei so wenig Platz! Als kleine bunte Autos marschierte die Peißenberger Landjugend die Hauptstraße am Sonntag entlang – und nahm dabei den geliebten ungeliebten Kreisverkehr aufs Korn. „Ist der Kreisel klein und fein, fährt man leicht in einen Pfosten rein“, war auf einem Schild zu lesen. Oder: „Wenn’s scheppert, bist deppert.“ Der Kreisel, der im vergangenen Jahr gebaut wurde, war beim Faschingsumzug ein beliebtes Thema. Auch das „Vanni-Mobil“, ein Fahrrad mit besonders engem Radius, ein Fred-Feuerstein-Auto und der Leberkas-Kreisel spielten darauf an. Etwas im Ort, das bewegte die kreativen Maschkera aber mindestens genauso sehr: die „Rigi-Rutsch’n“. Freilich. Das hatten die rund 10 000 Besucher vermutlich auch erwartet. Sie sahen 40 Gruppen und 21 Wägen.

„Solange in Peißenberg die Becken faulen, könnt ihr bei uns ne Runde Rückenkraul’n“, war auf einem der Fahrzeuge zu lesen. Und in der „,Rigi-Rutsch’n 2.0‘“ dürfen Frauen unter 25 Jahren kostenlos in die Sauna. Ähnlich praktisch veranlagt – und für alle Altersklassen geeignet – war das „mobiles Warmbecken“, das durch die Straßen fuhr. Die Gruppe auf dem Wagen hatte an alles gedacht: Neben dem Becken war eine Sauna – und hinter dem Gefährt liefen noch ein „Bio-Miet-Klohäusl“, das Putzweib und ein mobiler Kiosk hinterher.

Faschingszug in Peißenberg: die Bilder

„Die haben sich richtig was einfallen lassen, vor allem zur ,Rigi-Rutsch’n‘“, schwärmte die Peißenbergerin Susanne Mitlmeier, die als Hexe verkleidet dem bunten Treiben folgte. „Der Zug war wirklich schön und es waren tolle Masken dabei.“ Wenige Meter weiter von ihr stand eine Huglfingerin, die extra für den Faschingszug in die Marktgemeinde gekommen war. „Das war eine gute Entscheidung. Wirklich super“, schwärmte sie.

Beliebtes Ziel für Spott: der Peißenberger Mini-Kreisverkehr.

Die Euphorie hatte auch Thomas Rößle gepackt. „Wahnsinn! Wahnsinn! Wahnsinn!“, beschrieb der Vorsitzende von „Frohsinn 2000“ seine Eindrücke, als er vom Vereinswagen stieg. „So viele Leute, so was habe ich noch nie gesehen“, sagte er und blickte die Hauptstraße entlang. Nach und nach kamen Wagen um Wagen und Gruppe um Gruppe am Ziel, dem Moosleiten-Parkplatz, an. Da waren US-Präsident Donald Trump genauso zu sehen wie die süßen Figuren aus „Mario Kart“. „Mit wie viel Liebe die Leute mitgemacht haben“, sagte Rößle. „Wahnsinn.“ Und wie er umherschaute, legte sich gerade eine Gruppe auf den Boden. Die „Sandsäcke to go“ mussten zwar an diesem Tag kein Wasser aufhalten – aber die Straße zu blockieren war ja auch was.

Längst im Ziel waren zu dieser Zeit die Maschkera aus Berghof. Die hatten stolz ihren Weiler zur „Prinzenhochburg“ erklärt. Immerhin ist der amtierende Prinz Sebastian I., seine Kuhlität vom Berghof, einer von ihnen. Und mit Uli Mach fuhr auf ihrem Wagen der Ex-Prinz von 2007 mit – der stammt ebenfalls aus dem Weiler. Die selbst gebastelte Burg und die tierischen Outfits schrien es da geradezu heraus: Den Fasching finden sie in Berghof richtig kuhl! Und im Rest von Peißenberg ganz offensichtlich auch.

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