Alle waren Gewinner, es gab aber auch Gruppensieger des Wettbewerbs der Bayerischen Landesluftsportgruppe. Der erste Platz mit 69 Punkten gingen an den SFZ Ottogrüner Heide und den SFZ Königsdorf, der 2. Platz mit 65 Punkten an den Landsberger Segelflugverein und den Augsburger Verein für Segelflug. Den 3. Rang belegten mit 60 Punkten der ACS Nürnberg, der FC Eichstätt und der AC Bamberg. fotos: gronau
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Alle waren Gewinner, es gab aber auch Gruppensieger des Wettbewerbs der Bayerischen Landesluftsportgruppe. Der erste Platz mit 69 Punkten gingen an den SFZ Ottogrüner Heide und den SFZ Königsdorf, der 2. Platz mit 65 Punkten an den Landsberger Segelflugverein und den Augsburger Verein für Segelflug. Den 3. Rang belegten mit 60 Punkten der ACS Nürnberg, der FC Eichstätt und der AC Bamberg.

Luftsportverein Weilheim-Peissenberg

Feuerlöschen und Fallschirmpacken

Paterzell – In den Pfützen schwamm zwar kein Benzin, wie es Reinhard Mey besingt, es herrschte dennoch Fliegerstimmung an der Startbahn in Paterzell, wohin am Wochenende rund 100 Jugendliche gekommen waren, um sich beim Landesjugendtag weiterzubilden und sich mit Gleichgesinnten in einem Wettbewerb zu messen.

Thomas Kraus ist ganz begeistert von dem Flugplatz des Luftsportvereins Weilheim-Peißenberg in Paterzell. Der Wissenschaftler, der an der Uni Augsburg forscht und lehrt, ist mit seinen 31 Jahren zwar schon ein gutes Stück über das Jugendalter hinaus, dennoch freut es den frischgebackenen Fluglehrer, den Platz wieder zu sehen, auf dem er schon 2006 war. „Mir gefällt das neue Konzept“, so Kraus zu dem „super organisierten“ Jugendtag. Dieses beinhaltet eine Mischung aus Schulung und Freizeitgaudi. So lernten die jungen Flieger, wie man einen Feuerlöscher benutzt, einen Fallschirm packt und einen Langstreckenflug plant.

Ein echtes Flugzeug, umgebaut zum Simulator, war einer der Anziehungspunkte beim Jugendtag der Flieger.

„Der typische Flieger ist eher ein Naturwissenschaftler oder Techniker“, so Kraus. Es gebe sicher auch Ausnahmen, aber ein Flieger sei jemand, der sich für Physik interessiert, so der Physiker, dessen nächstes Ziel die Promotion ist. Um ein Segelflugzeug zu fliegen, müsse man viel über Landschaft, Wetter und Thermodynamik wissen. Das Segelfliegen sei damit eine gute Voraussetzung für den Einstieg in den Motorflug. Für den Fluglehrer, der es bedauert, das man als solcher „von der Arbeit nicht leben kann“, war der Höhepunkt des Wochenendes, bei einem Kunstflug als Passagier mitzufliegen.

Nicht zur fachlichen Ausbildung gehörte die Kleiderkette, bei der die Teilnehmer Kleidungsstücke ausziehen und zu einer möglichst langen Kette verbinden mussten. Und am Abend stand eine Party auf dem Programm. Außerdem bekam jeder die Gelegenheit, einmal mit einem erfahrenen Piloten eine Platzrunde zu drehen.

Auch das Kennenlernen von Gleichgesinnten und der Erfahrungsaustausch unter Berufskollegen waren wichtig, wie Daniel Mayr aus Donauwörth und Lena Mayr aus Neuburg an der Donau übereinstimmend feststellten. Die beiden verbindet nicht nur ihr Hobby, das Segelfliegen, sondern auch der Beruf. Als ausgelernter Fluggerätemechaniker und Auszubildende sind sie auf dem Boden dafür zuständig, dass Flugzeuge sicher fliegen können.

„Auch irgendwas mit Fliegen, aber am Boden“ will der 14-jährige Finn Kaus aus Landsberg machen. Er hat heuer mit dem Segelfliegen angefangen, ebenso wie der gleichaltrige Lukas Sauer aus Thannhausen, der die Zahl seiner Starts noch auswendig kennt. 55 Mal hat er in seiner ersten Saison abgehoben.

2016 treffen sich die Flieger in Ebermannstadt bei Nürnberg.

Alfred Schubert

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