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Für eine bessere Verkehrsregelung an der Zufahrt zum Supermarkt in Fischen demonstrierten diese Radler. 

Pähl/Fischen

Nach Unfall Kritik an Supermarkt-Zufahrt

Fischen - Nach einem Unfall gibt's Kritik:  Die „Initiative Radwege am südlichen Ammersee“ und ADFC wollen am Supermarkt eine sichere Verkehrsführung.

Die „Initiative Radwege am südlichen Ammersee“ übt Kritik an der Gestaltung der Einfahrt zum Parkplatz des Supermarkts in Fischen. Aktueller Anlass ist ein Unfall vor gut zwei Wochen, bei dem ein abbiegender Autofahrer einen Radfahrer angefahren und verletzt hatte, weil er ihn übersehen hatte. Ein Dutzend Mitglieder der Initiative und des „Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs“ (ADFC) waren am Samstag nach Fischen gekommen, um sich vor Ort über die kritische Stelle zu informieren und auf Gefahren hinzuweisen.

Thomas Allner-Kiehling von der „ADFC-Ortsgruppe Herrsching und Umgebung“ betont, dass es bei der Aktion nicht gegen den Supermarkt gehe – „der ist notwendig und den brauchen die Bürger“ – , sondern um einzig und allein um Wegeführung und Ausschilderung. Die derzeitige Gestaltung der Einmündung sei eine Gefahrenquelle.

Derzeit müssen die Radler, die auf dem Wirtschaftsweg westlich der Straße fahren, die dreispurige Einfahrt des Parkplatzes direkt neben der Straße queren. An dieser Stelle sei es für Autofahrer, die von Norden kommen und auf den Parkplatz fahren wollen, schwer möglich, ebenfalls von Norden kommende Radfahrer wahrzunehmen. Der ADFC halte es für besser, die Querung von der Straße abzurücken und mit einer Insel auszurüsten. Als Beispiel nannte Allner-Kiehling die alte Zufahrt zum Neidhart-Einkaufspark in Weilheim.

Den derzeitigen Zustand in Fischen hält Professor Ernst Roeckl von der „Initiative Radwege am südlichen Ammersee“ für unhaltbar. An dieser Stelle lediglich provisorische Vorfahrtschilder aufzustellen, sei keine Lösung des Problems. Er fordert das Landratsamt Weilheim-Schongau auf, „für eine dauerhafte und sichere Verkehrsführung an dieser viel befahrenen Kreuzung von Auto- und Radverkehr zu sorgen“.

Noch besser wäre es laut Allner-Kiehling, einen Radweg zu bauen, der auf Höhe des Parkplatzes durch einen kurzen Tunnel unter der Parkplatzzufahrt nach Süden verläuft. Diesen hätte man bereits beim Bau der Zufahrt ohne große Mehrkosten errichten können. Man könne ihn aber auch nachträglich noch bauen.

Allner-Kiehling sieht ein grundsätzliches Problem darin, dass bei der Verkehrsplanung häufig nur an Autoverkehr gedacht werde. Besser sei es, Mobilität zu planen – dazu gehörten auch das Zufußgehen, das Radfahren, der öffentliche Personennahverkehr und der Fernverkehr mit der Bahn. Ökologisch sinnvoll sei es, mehr Rad zu fahren, und zwar auf sicheren, kreuzungsfreien Radwegen. Am Südufer des Ammersees gibt es noch eine Bürgerinitiative für sicheres Radfahren. Sie fordert den Bau eines Radwegs entlang der Birkenallee und nach Raisting (wir berichteten), damit Radfahrer gefahrlos zwischen Fischen, Dießen und Raisting fahren können.

Text: Alfred Schubert

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