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Freuen sich auf die Vernissage am 6. Mai: Dorothea und Michael Jarnach in Dan Flavins Licht im Fischerbau. 

fischerbau polling  

Ein Traum geht in Erfüllung

Polling - Für das Ehepaar Jarnach geht ein Traum in Erfüllung. Es zeigt im Pollinger Fischerbau  Lichtkunst des legendären New Yorkers Dan Flavin.

Für Kunst interessieren sie sich, soweit sie zurückdenken können. Und seit der gelungenen Renovierung des Fischerbaus im Pollinger Klosterareal lassen sie mit regelmäßigen Ausstellungen in diesem atmosphärischen Raum die Gleichgesinnten der Region und darüber hinaus an ihrer Leidenschaft teilhaben. Jüngster Coup: Dorothea und Michael Jarnach ist es gelungen, eine monumentale Lichtskulptur des legendären New Yorker Künstlers Dan Flavin nach Polling zu holen. „Diese Idee hatten wir schon lange vor der Fertigstellung des Fischerbaus. Dass Flavin, der zu den bedeutendsten Vordenkern einer neuen Kunst im 20. Jahrhundert zählt, direkt mit dem Licht arbeitet, hat uns fasziniert“, erzählt Michael Jarnach. Doch dann ist Flavin 1996 gestorben. Damit waren die Pläne erst einmal vom Tisch. Doch sie spukten weiterhin in den Köpfen des kreativen Paares, das schließlich Kontakt zu Flavins langjährigem Assistenten und Verwalter seines künstlerischen Erbes, Steve Morse, knüpfte.  Pläne und Fotos wurden hin- und hergeschickt, eine Lichtskulptur als für Polling denkbares Ausstellungsstück ins Auge gefasst. Spannend wurde es dann, als Morse im Februar selbst ins Klosterdorf kam, um das Gebäude in Augenschein zu nehmen. Sein Veto hätte die Ausstellung noch verhindern können. „Aber er war schlichtweg begeistert vom Fischerbau“, freut sich Jarnach. Und dann lief alles nach Plan: Da Flavin genaue Vorgaben hinterlassen hat, wie nach seinem Tode mit seinen Kunstwerken zu verfahren sei, ließ Morse weitere Elemente anfertigen, um der Größe des Raumes gerecht zu werden. Zum Aufbau der Skulptur war Morse wieder selbst vor Ort. Nach zweieinhalb Tagen erstrahlte das Werk in vollem Glanz. „Morse hat hier optimale Bedingungen vorgefunden“, erzählt Dorothea Jarnach, sichtlich erfreut: „So einen tollen Ausstellungsboden wie im Fischerbau habe er noch nie angetroffen.“

Was genau wird nun aber gezeigt? Die Skulptur besteht aus Leuchtstoffröhren mit fluoreszierendem blauen und roten Licht. Klingt sehr einfach. Von vielen werden Flavins Arbeiten auch der „Minimal Art“ zugerechnet. Er selber habe das allerdings relativiert, sagt Michael Jarnach: „Sein Material ist minimal, aber die Wirkung maximal!“ Davon kann man sich in Polling ab 6. Mai überzeugen: Die Lichtwirkung ist schon beim ersten Anblick atemberaubend. Und sie verändert sich: durch den wechselnden Standort des Betrachters, dessen intensivere Wahrnehmung mit der Zeit, durch wechselnden Lichteinfall von außen, Wetterlage, Tageszeit. In Polling ist mit 24 Elementen auf etwa 30 Metern Länge eine der größten Ausführungen dieser sogenannten „Barrieren“ zu sehen, die je verwirklicht wurde. Steve Morse bezeichnet den Fischerbau gar als „idealen Ort für die Skulptur“.

Ausstellungseröffnung

ist am Freitag, 6. Mai, 19 Uhr, im Fischerbau (Weilheimer Str. 12-14). Zu sehen ist sie bis zum 2. Oktober: Sa/So 14-18 Uhr. Info: 0881/ 9277 9946, fischerbaukunst.de.

Sabine Näher

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