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Symbolbild

Fragen an die Direktkandidaten der Bundestagswahl

Vom Nahverkehr bis zum Wohnungsbau

Im Wahlkreis 226 (Weilheim) bewerben sich bei der Bundestagswahl am 24. September acht Direktkandidaten um einen Sitz im Berliner Reichstag. Ihnen stellen wir Fragen.

Welches Problem im  Wahlkreis bedarf dringend einer Lösung?


Alexander Dobrindt (CSU):

Wir hatten lange die Herausforderung, wie wir mit dem Verkehrswachstum umgehen. Hier haben wir jetzt die Weichen richtig gestellt. In die Bundesfernstraßen haben wir seit 2014 eine Rekordsumme investiert und damit zahlreiche Projekte angestoßen, auf die wir teilweise seit Jahrzehnten gewartet haben. Außerdem haben wir die Schiene gestärkt und unsere Bahnhöfe modernisiert. Weilheim wird sogar schon bald ICE-Halt. So müssen wir weitermachen!

Enrico Corongiu (SPD):

Der Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs hinkt in unserem Wahlkreis seit Jahren hinterher. Deshalb müssen wir den Schienen- und Busverkehr in beiden Landkreisen attraktiver machen, etwa, indem der zweigleisige Ausbau der Schiene zwischen Tutzing und der Zugspitze endlich in Angriff genommen wird. Zudem brauchen wir eine moderne digitale Infrastruktur sowie bezahlbaren Wohnraum.

Dr. Gabriela Seitz-Hoffmann (Grüne):

Viele offene Stellen im Hotel- und Gaststättenbereich sowie bei Medizin und Pflegeberufen können nicht besetzt werden, weil bezahlbarer Wohnraum fehlt. Durch den zusätzlichen Siedlungsdruck aus München steigen die Mieten ins Unermessliche. Der Rückzug des Bundes aus dem sozialen Wohnungsbau muss rückgängig gemacht werden. Die Kommunen brauchen dringend Mittel, um in den sozialen Wohnungsbau zu investieren. Den Bau verteuernde Vorschriften müssen auf den Prüfstand.

Dr. Maiken Winter (ödp):

Ein großes Problem im Wahlkreis ist der Mangel an Wohnraum, insbesondere an bezahlbarem Wohnraum. Dieses Problem wird dadurch verschärft, dass in Zeiten niedriger Zinsen immer mehr Spekulanten und Geldanleger Wohnraum aufkaufen, um dann über – oft überhöhte – Mieteinnahmen Profit zu machen. Ein weiteres großes Problem sehe ich in der immer weiter fortschreitenden Zersiedelung unserer wunderschönen Landschaft. So sollte beispielsweise der Bau von Gewerbegebieten abseits von Ortschaften grundsätzlich verboten werden.

Martin Schröter (FDP):

Wir brauchen eine zweigleisige Eisenbahnstrecke München-Weilheim-Garmisch-Partenkirchen -Mittenwald. Wir brauchen Kramer- und Wanktunnel. Beim Ausbau der digitalen Versorgung mit Glasfaserkabeln hinken wir trotz aller Versprechen zurück. Sozialwohnungen müssen gebaut werden, wir brauchen die Wiedereinführung der Eigenheimzulage. Die fast verdoppelte Grunderwerbssteuer gehört dringend massiv gesenkt.

Edeltraud Schwarz (AfD):

Wir brauchen zum Beispiel dringend einen Ausbau der S-Bahn nach München. Für junge einheimische Familien wird es immer schwieriger, Wohneigentum zu erwerben. Dies muss entsprechend gefördert werden. Außerdem müssen Kindergartengebühren für einheimische Familien mit geringem Einkommen abgeschafft werden. Ein leistungsfähiger Breitbandanschluss muss zügig in allen Bereichen des Landkreises verfügbar sein.

Reinhard Böttger (Die Linke):

Eine Entlastung der ehrenamtlichen Asylhelferinnen und -helfer für eine gelingende Integrationskultur ist dringend notwendig. Viel mehr Hilfe und Einsatz von staatlicher Seite („Wir schaffen das!“) ist dazu erforderlich.

Siegfried Seelos (Bayernpartei):

Der soziale Wohnungsbau muss dringend in Angriff genommen und Finanzmittel müssen bereitgestellt werden. Allein in Peißenberg stehen 100 Berechtigte auf der Warteliste.

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