Innenansicht: In einem Verteilerpunkt laufen zahlreiche Glasfaserkabel unter anderem zur Übertragung von Hochgeschwindigkeitsinternet zusammen. Foto: dpa

Freie Fahrt auf der Datenautobahn

Weilheim - In fast ganz Weilheim gibt es jetzt das neue VDSL-Netz. Die CSU will mittels Förderprogramm die Lücken schließen.

Für den größten Teil des Stadtgebiets hat die Telekom im vergangenen Jahr die Voraussetzungen für schnelles Internet geschaffen. Sie hat auf 42 Kilometer Glasfaser-Kabel verlegt und dazu 60 so genannte Multifunktionskästen neu aufgestellt und mit modernster Technik ausgestattet. Sie hat das auf eigene Rechnung gemacht und holt sich das Geld nun bei den Kunden, die auf das schnelle Internet umstellen und dazu neue Verträge brauchen.

„Das neue VDSL-Netz ist nun beinahe flächendeckend fertiggstellt, es wird parallel zur bisherigen Infrastruktur betrieben“, so Ralf Fabian, der bei der Stadtverwaltung für den Bereich „EDV“ verantwortlich zeichnet.Wer das schnelle Internet nutzen will, muss einen neuen Vertrag abschließen. Geschieht das nicht, laufe das alte Netz mit der bisherigen Leistung weiter, so Fabian.

Doch nicht alle Weilheimer können auf die neue Datenautobahn abbiegen, denn die Telekom verlegte das neue Kabel nur dort, wo es sich für sie rechnet. Die Bewohner der Lichtenau und des Hahnenbühel, aber auch einiger Anwesen in Alleinlage müssen sich anders helfen, beispielsweise über Satellit.

Die CSU im Weilheimer Stadtrat will das nicht so einfach hinnehmen, zumal „ihr“ Minister Alexander Dobrindt auch für digitale Infrastruktur zuständig ist und sein Ministerium ein 2,7 Milliarden Euro schweres Förderprogramm für Kommunen aufgelegt hat. Dieses unterstützt den Ausbau hochleistungsfähiger Breitbandnetze in unterversorgten Gebieten, in denen in den kommenden drei Jahren kein privatwirtschaftlicher Netzausbau zu erwarten ist, heißt es in den Unterlagen dazu.

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