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Närrisches Engagement: Das „Frohsinn“-Team um (hinten v.l.) Sandra Rößle, Mandy Thiele, Andreas Schmid, Klaus Ressler sowie (sitzend v.l.) Lisa Rauh, Thomas Rößle, Pauline Rößle und Christine Schmid.

Faschingsverein

„Frohsinn“ setzt auf Ball und Gardetreffen

Peißenberg - In Peißenberg kann die närrische zeit kommen. Der Faschingsverein lädt zu zwei großen Veranstaltungen in der Tiefstollenhalle.

Es gibt zwar in dieser Saison keinen Faschingszug und auch kein Prinzenpaar, dennoch blüht in Peißenberg das närrische Leben auf: Dafür sorgt „Frohsinn 2000“. Rund 2000 Mitglieder zählt der Faschingsverein in seinem 15. Jahr des Bestehens – und für heuer hat er sich zwei große Veranstaltungen auf die Fahnen geschrieben. Der „Schwarz-Weiß-Ball“ am 9. Januar und das Gardetreffen am 17. Januar sollen eines beweisen: „dass Peißenberg eine Faschingshochburg ist“, wie Vorsitzender Thomas Rößle voller Begeisterung sagt.

Denn die Marktgemeinde habe sich wieder einen guten Namen unter den Maschkera im Landkreis gemacht, ist der Vereinschef überzeugt. Alle drei Jahre bittet „Frohsinn“ zum großen Narrenzug durch den Ort, bei der letzten Auflage 2014 säumten 10 000 Zuschauer die Straßen und jubelten 40 Wagen und Fußgruppen zu.

2016 also der „Schwarz-Weiß-Ball“ und das Gardetreffen. Vor allem Ersterer hat seinen festen Platz im Peißenberger Leben gefunden. Zum fünften Mal organisiert ihn der Verein. Am Samstag, 9. Januar, verwandelt sich ab 20 Uhr die Tiefstollenhalle in eine durchaus elegante Bühne. Das Interesse sei groß, sagt Rößle: „Die Voranfragen laufen seit Sommer.“ Doch erst im Dezember startete der Vorverkauf. Nur 210 Karten werden unters Volk gegeben. Geboten wird eine Menge: Die Bigband der Knappschaftskapelle spielt, und die Garden treten auf. Garniert wird das Ganze mit einem Vier-Gänge-Gala-Menü.

Besticht der Ball durch seine Eleganz, geht es beim Gardetreffen am 17. Januar in der Tiefstollenhalle (10 Uhr Kinder, 17 Uhr Jugend und Erwachsene) sportlich zu. Nach der zweitägigen Premiere im vergangenen Jahr wagt „Frohsinn“ eine Neuauflage. Zehn bis zwölf Garden erwartet Rößle und um die 400 Zuschauer. Locker soll es zugehen. „Wir machen keine Meisterschaft daraus.“ Die Veranstaltung ist auch heuer ein Ersatz für Penzberg, wo das traditionelle Gardetreffen wegen des Stadthallenumbaus ausfallen musste. Die Peißenberger wollen ihre Veranstaltung aber später weiterführen, wie Rößle sagt. Er sieht kein Problem mit zwei Terminen. „Wir machen Penzberg keine Konkurrenz.“

„Frohsinn“ stellt sein Gardetreffen im Januar unter ein Motto: Seit zehn Jahren haben sie nun ihre Tanzgruppen in der Marktgemeinde. Die Garden kommen auf um die 15 Auftritte im Jahr. Und so tanzen die Mini- und die Prinzengarde in der Tiefstollenhalle einen vergnüglichen Rückblick auf die vergangenen Jahre. Sogar eine Männergarde gibt es. 13 wackere Vertreter des angeblich starken Geschlechts zwischen 18 und 25 Jahren zeigen ihr tänzerisches Können. „Es sind viele Flugelemente drin“, verrät Lisa Rauh, die mit Viktoria Trautmann Trainerin ist. Probleme, Aktive zu finden, gebe es nicht, meint Rauh. Im Gegenteil: „Die Männer kommen auf uns zu.“. Bei allem Engagement: „Frohsinn“ lebt von Sponsoren, einen Mitgliedsbeitrag verlangt der Verein nicht. Rund 5000 Euro an Kosten veranschlagt der Vorsitzende für die Saison – ohne Faschingszug. Geld kommt über Auftritte, Bälle und Märkte rein.

Die nächste Saison 2016/2017 wollen sie sich mit „Frohsinn“ dann wieder närrisch groß in Szene setzen. Mit Rathausübernahme pünktlich am 11. November und mit einem Gaudiwurm im März 2017. Dann wird Vorsitzender Rößle wieder in seinem Element sein. Denn als heuer der Fasching ohne eigene Aktion startete, „da hat es schon sehr gebitzelt“.

Karten

für den „Schwarz-Weiß-Ball“ gibt es in der Rechtsanwaltskanzlei Trautmann (Tel. 08803/63710). Infos unter www.frohsinn2000.de. Dort können auch die Garden gebucht werden.

Andreas Baar

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