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Begrüßten rund 30 Interessierte: Rudi Mach und Bürgermeisterin Manuela Vanni, die Gründer der Peißenberger Liste, beim kommunalpolitischen Frühschoppen. 

Frühschoppen der Peißenberger Liste

„Muss man alles so schnell und so teuer machen?“

Peißenberg - Die Peißenberger Liste  hatte zum Frühschoppen geladen. Bürgermeisterin  Manuela Vanni übte Kritik an der Landkreispolitik.

Was die Neujahrsempfänge für die SPD und CSU sind, das ist für die Peißenberger Liste (PL) ihr jährliches Treffen zum Frühschoppen. Das Ganze läuft zwar in wesentlich kleinerem Rahmen und ohne großes Brimborium ab, doch kommunalpolitisch hatte die PL am Sonntagvormittag im Gasthof „Zur Post“ Interessanteres zu bieten als die etablierten Parteien. Bürgermeisterin Manuela Vanni berichtete vor rund 30 Besuchern unter anderem davon, dass man infolge einer gesetzlichen Änderung „vielleicht doch mit Tempolimits auf der Ortsdurchfahrt arbeiten“ könne, dass der Großbrand in der „Rigi-Rutsch’n“ ein „Schock“ gewesen sei und dass man sich nun im Marktrat darüber Gedanken machen müsse, „wie man wieder aufbaut und wie man generell weitermacht“.

„Etwas eingeschlafen“ ist laut Vanni in Peißenberg das Thema „Asyl“. Derzeit würden pro Woche etwa drei bis fünf Flüchtlinge in der Marktgemeinde ankommen: „Die können aber alle privat untergebracht werden“, so Vanni. Die Wörther Turnhalle müsse deshalb nicht zur Unterkunft umfunktioniert werden, auch auf den Aufbau von Traglufthallen am Volksfestplatz könne man nach derzeitigem Stand verzichten.

Kritik übte Vanni an der Landkreispolitik bezüglich der Schulbauprojekte in Schongau und Weilheim: Zwar gebe es zweifelsohne einen Investitionsstau, im Hinblick auf die hohe Kreisumlage fragte sich Vanni jedoch: „Muss man alles so schnell und so teuer machen?“ Auch zur Nachnutzung des Peißenberger Krankenhausgebäudes fand die Bürgermeisterin kritische Worte. So habe sie vorgeschlagen, „etwas Kreiseigenes dort unterzubringen“: „Meine Idee war, das Jugendamt nach Peißenberg zu holen“, berichtete Vanni. Doch im Landratsamt habe man abgewunken und darauf verwiesen, dass man mit Weilheim und Schongau bereits zwei Standorte habe: „Ich kann die Gegenargumente nicht nachvollziehen“, so Vanni. In der Diskussionsrunde mit den Besuchern gab es schließlich zwei Schwerpunktthemen: den geplanten Discgolf-Parcours auf der Neuen Bergehalde und das Gewerbegebiet Ost. Der Tenor: Die Neue Bergehalde sollte als „Freizeitmittelpunkt“ belebt werden, und neue Gewerbeflächen seien für die Steuereinnahmen der Gemeinde wichtig. Allerdings: Den Standort im Osten Peißenbergs fanden einige Besucher nicht optimal, weil er optisch für eine uniforme Ortseinfahrt sorgen würde.

Bernhard Jepsen

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