Der Zweikampf ist seine Stärke: Ein Duell mit Korbinian Steigenberger (im roten Trikot) hatte für so manchen Gegner schmerzhafte Folgen. Der 28-Jährige ging dahin, wo’s wehtut. foto: halmel
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Der Zweikampf ist seine Stärke: Korbinian Steigenberger (28) ging oft dahin, wo’s wehtut.

Fußball: Bayernliga Süd

Steigenberger verlässt den SV Raisting

Raisting – Die Verantwortlichen des SV Raisting hatten alles versucht, um ihn zum Weitermachen zu überreden – vergebens. Korbinian Steigenberger verlässt nach zwölf Jahren den Bayernligisten und kehrt zu seinem Heimatverein SV Haunshofen zurück.

Es sind vor allem private Gründe, die das 28-jährige Kraftpaket für diese Entscheidung anführt. Er baut gerade sein Elternhaus um, und der Neubau seines Bruders ist auch noch nicht fertig. „Ich brauche jetzt einfach Zeit für mich“, so Steigenberger, der nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Marcus Widmann im März 2013 auch die Kapitänsbinde trug.

SVR-Trainer Robert Färber ist über den Weggang seines körperlich robusten Mittelfeldmotors traurig, doch akzeptiert er Steigenbergers Entscheidung: „Der Korbi hatte in den letzten zwei, drei Jahren extrem viel Stress. Wir haben versucht, ihn umzustimmen. Aber er hat die Motivation einfach nicht mehr aufbringen können.“ Der Abgang seines Kapitäns „tut weh, nicht nur in sportlicher Hinsicht“, so Färber. Angedacht war auch, dass Steigenberger zumindest noch bis zum kommenden Winter weitermacht oder als Spieler auf Abruf zur Verfügung steht. Doch diese Pläne verwarf er rasch: „Ich mache keine halben Sachen.“ Neuneinhalb Jahre lang war der Haunshofener fester Bestandteil der ersten Mannschaft. Und langweilig war es nie: Viermal stieg der 28-Jährige mit dem SVR auf, zweimal ab. Zusammen mit Marcus Widmann und Martin Frühholz, die verletzungsbedingt ihre Karriere beenden, wird Steigenberger bei passender Gelegenheit noch offiziell vom Verein verabschiedet.

Coach Färber richtet den Blick nach vorn. Zwar hat er mit Steigenberger einen Leistungsträger verloren, „doch werden wir Lösungen finden“, so der SVR-Coach. Derzeit steht der Bayernligist mit zwei Akteuren in Verhandlungen, „die bringen uns wirklich weiter“. So lange aber nicht alles in trockenen Tüchern ist, will Färber die Namen der potenziellen Neuzugänge nicht verraten. Nachfolger Steigenbergers als Kapitän ist übrigens Fabian Klingl, der von der Mannschaft einstimmig gewählt wurde. Stellvertreter sind Georg Reich und Ludwig Huber.

Bis zum Saisonstart am 16. Juli bestreiten die Raistinger noch drei Testspiele, allesamt in der heimischen Raiffeisen-Arena. Am kommenden Mittwoch geht’s gegen den Bezirksligisten TSV Neuried (19 Uhr). Es folgt am Sonntag, 6. Juli, das Duell gegen Regionalliga-Vizemeister FV Illertissen (16 Uhr), ehe am Sonntag darauf der Höhepunkt mit der Partie gegen den Bundesligisten FC Augsburg folgt (15 Uhr).

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