Für ihren Zaubertrank braucht die „Buckl-Wally“ (Heidi Weinbuch, r.) die Fußnägel einer Jungfrau (Eva Abenthum). Foto: PP

Theatergruppe der Trachtler

Fußnägel für den Zaubertrank

Weilheim - Tosenden Applaus erntete die Theatergruppe des Weilheimer Heimat- und Trachtenvereins für ihr Jubiläumsstück "Verhexte Hex".

Ein paar Stunden lang Freude bereiten - das gelingt den Theaterern des Heimat- und Trachtenvereins Weilheim seit 80 Jahren. Am Freitagabend feierte die Laienbühne ihren runden Geburtstag mit dem Stück „Verhexte Hex“, einem dem Schwank in drei Akten von Ralph Wallner.

Schon als sich der Vorhang zum ersten Mal öffnete, ging erst ein Raunen und dann tosender Beifall durch den Raum. Verantwortlich dafür war das Szenenbild - ein geheimnisvoller Wald mit Vogelgezwitscher im Hintergrund und einem verzaubert wirkenden Hexenhaus, fast wie bei „Hänsel und Gretel“.

Da standen sie, Hand in Hand einsam mitten im Wald, die Burgl (Eva Abenthum) und ihr Liebster Lorenz (Andreas Rohmer) - wie im Märchen. Und wie meist, drehte sich auch bei dem Schwank alles um die Liebe - und die „Buckel-Wally“: Heidi Weinbuch war der Brüller des Abends, sie spielte ihre Hexenrolle mit so viel Leidenschaft, Hingabe und Witz, dass die Zuschauer viel zu lachen hatten. Nicht nur mit ihr, sondern auch mit dem Dorfpfarrer (Hans Schaberl), der sich sogar auf eine Rauferei einließ. Urkomisch anzusehen waren auch die Moserin, die Kauerin und die Bichlbäuerin (Bärbel Hanusa, Anita Kurzock und Christa Entenmann), drei Dorfgrazien, die bei der „Buckel-Wally“ nicht nur Hilfe suchten, sondern auch auf Beobachtungsposten waren. Höhepunkt für die Lachmuskeln war der misslungene Ritt auf dem Hexenbesen.

Die Zuschauer waren begeistert, es gab lang anhaltenden Applaus. Dies freute die Darsteller , die sich mit vielen Verbeugungen bedankten.

Termine und Karten

Weitere Vorstellungen sind am Freitag und Samstag, 17./18. Januar, um 20 Uhr und am Sonntag, 19. Januar, um 15 Uhr. Karten im Medienhaus Weilheim: 0881/18967.

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