G8-Gipfel beim "Gaudiwurm"

Penzberg - Penzberg ist eine Hochburg des Fasching im Oberland. Das bewies der "Gaudiwurm". Es gab sogar ein echtes Gipfeltreffen.

Tausende Zuschauer zog es zum sonntäglichen Faschings-Ausflug in die Penzberger Innenstadt. Immerhin 13 Gruppen - zu Fuß oder auf dem Wagen - hatten sich zum „Gaudiwurm“ angemeldet. Aufwändig hergerichtet rollten die Spaß-Fuhrwerke durch Karlstraße, Philippstraße und Bahnhofstraße.

Herrlich wurde von den Jungrittern die Lokalpolitik aufs Korn genommen. Man hatte sich das Gezerre um den Stadtplatz-Brunnen ausgeguckt: „Liabe Elke & Stadtrat, es duat uns leid, wir machen nomoi an Bürgerentscheid“, wurde verkündet. Anzukreuzen war eine breite Angebotspalette - vom Proseccobrunnen bis hin zum Jungbrunnen.

Fester Bestandteil des Gaudiwurms ist der ESV: Die Sportler hatten sich ihre Gedanken über die Stadthallenbewirtung gemacht und verlangten ein „Eisenbahnerbräu“. Die Ringer vom AC sind ebenfalls treue Faschingsfans: Bei ihnen war um 22 Uhr auf dem Stadtplatz Schluss mit lustig. Was zur Folge hat, dass beim public viewing ein EM-Spiel bereits zur Halbzeit abgepfiffen werden muss.

Tolle Fußgruppen waren „Die unglaublichen Mamas“ mit ihrer Suche nach dem „Zauberer von Oz“ und die „Väter der Jugendgarde“ in ihrem mobilen „Bürgerbüro für Blumenrettung“ - ein Schelm, wer bei den vielen leeren Flaschen an die Stadtverwaltung dachte. Die JU brachte ihr „Extrablatt“ samt Scheich unters Volk: Der Öl-König spendete der notleidenden Stadt nämlich als Verlobungsgeschenk für eine gewisse „E.Z.“ eine nicht unerhebliche Summe Bares.

Für Aufsehen sorgte aber die echte Stretch-Limousine der „Kleinkunst“, die zum G8-Gipfel in der Stadt anrollten. Dem Nobelschlitten entstiegen „Barack“ und „Angie“ und schüttelten Hände, sogar „Putin“ durfte mitspielen. Ganz zum Schluss zeigten sich die beiden Penzberger Prinzenpaare samt Hofstaat dem närrischen Volk.

Der Seeshaupter Burschenverein lobte von seiner 80er-Jahre-Disco das OK: „Danke für das geile Faschings-Wochenende“ hieß es - eine Hommage ans Gardetreffen in ihrem Ort. Die „Gartenhaisl“ aus Magnetsried hatten sich Gedanken übers Wellenbad gemacht, inklusive „Baywatch“-Aufpassern.

Gaudiwurm in Penzberg: Das sind die Bilder

Andreas Baar

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