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Heimspiel: Die „Minis“ von „Frohsinn 2000“ beim Einmarsch in die Tiefstollenhalle.

3. Gardetreffen in Peißenberg

Ein buntes Miteinander in Peißenberg

Farbenfrohe Outfits, Hebefiguren und lockere Spagate: Am Sonntag ging’s in der Peißenberger Tiefstollenhalle fröhlich zu. „Frohsinn 2000“ hatte große und kleine Tänzer zum Gardetreffen eingeladen.

Das Prinzenpaar der „Beira Maschkera“ aus Benediktbeuern gab sich ebenfalls die Ehre.

Peißenberg – Sonntagvormittag in Peißenberg. Nichts los? Denkste! Kurz nach 10 Uhr setzte sich „Frohsinn 2000“-Vorstand, Thomas Rößle, seine inzwischen schon berühmt-berüchtigte Narrenkappe auf, und dann ging die Post ab in der Tiefstollenhalle bei der dritten Auflage des Peißenberger Gardetreffens. Rößle sparte bei der offiziellen Begrüßung wie schon im vergangenen Jahr nicht mit Superlativen. Da wurde das Oberland kurzerhand zur „Faschingshochburg“ ausgerufen und die „gigantische Stimmung“ unter den zahlreichen Besuchern gerühmt: „10:30 Uhr in Peißenberg – da geht es zu wie beim Weiberfasching, wenn die Männergarde kommt“, scherzte Rößle.

Die Männergarde war gestern aber erst spät am Abend dran. Den Auftakt am Vormittag absolvierten die Kinder- und Jugendgarden vom „Frohsinn 2000“, vom „OK Penzberger Fasching“, vom TSV Iffeldorf, vom Faschingsclub Hohenfurch, vom ASV Habach sowie die Peißenberger Mondgarde und die Kinder- und Teeniegarde aus Bichl. Die acht Gruppen boten ein farbenfrohes und unterhaltsames Tanzspektakel. Beeindruckend waren vor allem die akrobatischen Einlagen und die Synchronität, mit der die Choreografien aufs Parkett gezaubert wurden. „Mensch ist das ein Bild“, schwärmte Rößle beim Rundblick in die Tiefstollenhalle. Beim gemeinsamen Einmarsch aller Garden standen rund 200 Mädchen und Buben als Akteure auf der Bühne. Und der Publikumsraum war mit rund 400 Besucher komplett gefüllt. Während des Gardetreffens musste sogar noch nachbestuhlt werden. „Das ist einfach eine tolle Location“, lobte Rößle den Veranstaltungsort. Die große Bühne bot den Garden ausreichend Platz für ihre Choreografien und der schwarze Vorhang als Hintergrund brachte die Glitzerkostüme wunderbar zur Geltung.

Garden machen Peißenberg zur „Faschingshochburg“

Das Foyer wiederum wurde zum Aufwärm- und Umkleideplatz umfunktioniert. Dort gaben die Trainerinnen und Betreuer auch die letzten Anweisungen an ihre Schützlinge. Obwohl beim Peißenberger Gardetreffen wie schon in den Vorjahren ganz bewusst auf eine Prämierung verzichtet wurde und der Spaß im Vordergrund stand, eine Blöße wollte sich keine Gruppe geben. Und ein gewisser Wettbewerbscharakter war dann doch zu spüren: „Mir schlottern die Knie. Man will halt immer der Beste sein“, gestand Frohsinn-Trainerin Lisa Rauh kurz vor dem Auftritt ihrer „Minis“. Die legten einen souveränen Auftritt hin – wobei auch nichts anderes zu erwarten war: „Ich bin da viel nervöser als die Mädels und unser Junge. Die sind schon richtige Profis.“

Den Auftakt am Abend machte die Peißenberger Prinzengarde von „Frohsinn 2000“.

Richtige Profis sind mittlerweile auch „Prinz Sebastian I., seine Kuhlität vom Berghof“ und „Prinzessin Sara I., ihre Lieblichkeit des Sportes“, die das Peißenberger Prinzenpaar bilden. Sie zeigten beim Gardetreffen am Abend, dass sie mittlerweile ein eingespieltes Team sind – selbst die berühmte Hebefigur aus „Dirty Dancing“ hatten sie im Repertoire. Für den gelungenen Auftritt gab’s viel Applaus – und auch Lob aus den eigenen Reihen. „Sie machen das super, vor allem den Rock 'n' Roll“, sagte Verena Pfeifer (18) von der „Frohsinn 2000“-Prinzengarde über Sara Castan und Sebastian Lindner, wie Prinz und Prinzessin im normalen Leben heißen. „Einfach sehr gut“, fand auch Carina Berg (17) die Leistung des Paares. Die beiden kennen sich aus – immerhin sind Pfeifer und Berg seit 13 beziehungsweise 12 Jahren Gardetänzerinnen.

Da ist so ein Abend in der Heimatgemeinde schon etwas Besonderes. „Es ist interessant zu sehen, was die anderen machen“, sagte Pfeifer. Insgesamt zeigten 13 Garden am Abend auf der Bühne ihre Märsche und Showtänze. Jede gab alles, wollte vor den anderen ihr Bestes zeigen – trotzdem ging’s drumherum ganz locker zu. „Wir sind keine Konkurrenten“, sagte Pfeifer. Berg pflichtete ihr bei: „Nein, hier herrscht ein Miteinander.“

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