So soll es sein: Eine Schar Gymnasiasten überquerte gestern Mittag die B 2, als die Ampel Rot für Autos und Grün für Fußgänger anzeigte. Foto: Emanuel Gronau

"Gefährlicher Leichtsinn" an der Ampel am Gymnasium

Weilheim - Sie ist gerade mal einige Wochen in Betrieb, und schon gibt es Ärger an der neuen Fußgängerampel über die Bundesstraße 2 in Höhe des Weilheimer Gymnasiums.

Ohne die Ampel zu drücken, würden Schüler „in gemächlichem Tempo“ die viel befahrene Straße überqueren, klagt Peter Raabe aus Weilheim. Er und andere Autofahrer seien deshalb gezwungen gewesen, stark abzubremsen. Zum Glück sei es dabei nicht zu einem Auffahrunfall oder Schlimmerem gekommen. „Ich beurteile das Verhalten der Schüler als sehr gefährlichen Leichtsinn, möglicherweise als Unverschämtheit“, schimpft der Weilheimer.

Nach den Weihnachtsferien war die neue Ampel offiziell in Betrieb genommen worden. Für rund 25 000 Euro hatte das Staatliche Bauamt Weilheim sie am Übergang vom Gymnasium zur Röntgenstraße hin errichtet.

Dass Fußgänger die Straße überqueren, ohne die Ampel zu aktivieren oder deren Schaltung abzuwarten, ist laut Stefan Vogt vom Staatlichen Bauamt Weilheim vielerorts zu beobachten. Mit der neuen Anlage am Gymnasium, die übrigens sehr schnell schalte, habe man versucht, bestmögliche Rahmenbedingungen für die Schulwegsicherheit zu schaffen. „Aber wir sind nicht für die Verkehrserziehung verantwortlich.“ Die Drückampel ist auch für Andreas Wunder, Leiter des städtischen Ordnungsamtes, die beste Lösung. Gegen „unvernünftige Schüler“ gebe es kein Mittel.

Peter Raabe hat sich mit seiner Beschwerde auch an die Schulleitung des Gymnasiums gewandt. Die hat bereits reagiert: Nach Auskunft von Direktor Hermann Summer werden die Schüler von Lehrern, Klassensprechern und der Schülermitverwaltung darauf hingewiesen, die Ampel zu beachten, und bekommen es auch nochmal schriftlich.

An der neuen Ampel hat es nach Auskunft von Harald Bauer, dem Leiter der Polizeiinspektion Weilheim, bereits einige Auffahrunfälle gegeben. Laut Eugen Pogorel, Verkehrssachbearbeiter der Polizei, würden die meisten Schüler die Ampel beachten. Ein Fehlverhalten könne „immer wieder und überall passieren“, die Polizei könne nicht immer vor Ort sein. „Wir werden die Situation im Auge behalten und notfalls zu bestimmten Zeiten Personal abstellen“, sagt Bauer.

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