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Jutta Geldsetzer (links) sitzt seit 2008 im Marktrat. Hier bei einer Veranstaltung der Kreis-AsF 2016.

Gemeinderat Peißenberg:

Jutta Geldsetzer tritt zurück

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Die Serie an Rücktritten aus dem Marktgemeinderat Peißenberg geht weiter. In der Sitzung am Mittwochabend kündigte SPD-Fraktionsmitglied Jutta Geldsetzer (56) ihren Rückzug an. 

Peißenberg – Seit 2008 hatte sie dem Gremium angehört, nun räumt sie ihren Platz. Damit wäre Ursula Einberger (1539 Stimmen) die erste Nachrückerin, danach käme Stefan Roth (1495) – beide wollen aus privaten und beruflichen Gründen aber nicht nachrücken. Deshalb wird voraussichtlich Bernd Schewe, der 2014 mit 1340 Stimmen auf Platz neun gewählt worden war, ihr Nachfolger. Im Interview spricht Geldsetzer über ihren Rücktritt.

Frau Geldsetzer, Sie haben ihren Rücktritt damit begründet, dass Ihnen „Motivation und Elan fehlen“. Hat das private Gründe oder liegt’s an der Stimmung im Gemeinderat?

Hauptsächlich private. Ich bin mit Mitte 50 in einer Phase meines Lebens, in der man Sachen evaluiert. Da macht man nicht einfach weiter, sondern sagt auch mal: Jetzt ist Schluss.

Fällt es Ihnen schwer oder sind Sie froh, dass es vorbei ist?

Ich bin froh. Sicher war es interessant, etwas zu bewegen. Aber mich hat es auch ziemlich aufgeregt, dass man als Gemeinderat ständig kritisiert wird, unqualifizierte, dumme Entscheidungen getroffen zu haben. Das ist frustrierend. Ich habe immer versucht, gute Lösungen zu finden, habe mich viel informiert und erst dann eine Entscheidung getroffen. Und dann sind wieder 50 Prozent der Bürger nicht zufrieden. Manche Menschen machen sich nicht die Mühe, hinter die Entscheidungen zu schauen, sie sind nicht gewillt, auf Argumente einzugehen. Zum Beispiel beim Thema „Rigi-Rutsch’n“ kann ich nicht nur eine Lösung für die Freibadbesucher finden, ich muss eine für alle Peißenberger suchen.

War der Rücktritt eine spontane Entscheidung?

Nein, den habe ich längerfristig vorbereitet. Schon als ich den Vorsitz im SPD-Ortsverband abgegeben habe, habe ich geschaut, dass das Amt in gute Hände kommt. Mir war es auch jetzt wichtig, dass alles geregelt ist.

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