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Bild aus alten Tagen: Günther Forster an seinem Schreibtisch. Den hat er mittlerweile geräumt.

Nach nicht einmal zwei Jahren

Gemeindewerke-Chef Günther Forster schmeißt hin

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Die Gemeindewerke Peißenberg stehen wieder ohne Vorstand da. Günther Forster, der das Kommunalunternehmen seit November 2015 geleitet hatte, bat um Aufhebung seines Vertrages.

Peißenberg – Der Verwaltungsrat der Gemeindewerke hat dem Wunsch Günther Forsters entsprochen und seinen Vertrag aufgelöst. Das teilte Bürgermeisterin Manuela Vanni am Mittwochabend als Kenntnisgabe im Gemeinderat mit.

Forster hatte 2015 die Nachfolge von Oliver David angetreten. Nach dem Großbrand in der „Rigi-Rutsch’n“ im Februar vergangenen Jahres entschied er gemeinsam mit dem Verwaltungsrat, die Freibad-Saison 2016 ausfallen zu lassen, um Zeit für den Entwurf eines neuen Konzeptes zu gewinnen – das Bad hatte schon vor dem Brand ein enormes Defizit eingefahren. Dass nicht einmal ein Notbetrieb ermöglicht wurde, brachte Forster viel Kritik ein. „Man ist nicht sanft mit ihm umgegangen“, sagte Vanni im Gemeinderat. Denn unter anderem auch für die geplante Neuausrichtung des Bades – ohne Innenbereich – hagelte es Kritik. Dass der gebürtige Peißenberger nun hinschmeißt, könne sie „verstehen“, sagte die Bürgermeisterin. „Ich habe den Schritt aber sehr bedauert. Ich bin gut mit ihm ausgekommen.“

Mit wie vielen Für- und Gegenstimmen die Aufhebung des Vertrages in der nichtöffentlichen Sitzung am Dienstagabend beschlossen wurde, sagte Vanni nicht. Die Aufgaben Forsters übernehmen vorläufig die Betriebsleiterin der „Rigi-Rutsch’n“, Ingrid Haberl, und der stellvertretende Gemeindewerke-Vorstand, Richard Krüger.

Mit Forsters Weggang und der damit verbundenen Suche nach einem Nachfolger gehen die unruhigen Zeiten für die Gemeindewerke weiter. In den vergangenen 20 Jahren gab es inklusive Forster sieben verschiedene Leiter. Oftmals war die Trennung im Unfrieden. Zuletzt war der Düsseldorfer Oliver David nach nur dreieinhalb Monaten von seinem Amt entbunden worden – über die Gründe schweigen sich bis heute alle Seiten aus.

Über die Gründe von Forster wurde im Gemeinderat ebenfalls nichts gesagt. Er war auch nicht vor Ort, ließ aber am Donnerstag eine Pressemitteilung versenden. Seitdem der Gemeinderat entschieden hat, die Gemeindewerke als Kommunalunternehmen zu führen, sei er der dritte Vorstand, dem es „bei manchen Mandatsträgern nicht gelungen ist, ein nachhaltiges Vertrauen zu gewinnen“, schreibt Forster, der bereits von seiner Tätigkeit freigestellt ist. „Deshalb habe ich die Konsequenzen gezogen.“ Er bedauere die Entwicklung, „weil ich für die fachlichen Themen nach wie vor mit großer Leidenschaft brenne“.

Bürgermeisterin Vanni betonte, dass der erneute Wechsel in ihren Augen „nicht gut für das Kommunalunternehmen ist“. Zumal wichtige Entscheidungen in den kommenden Monaten anstehen – unter anderem, was nun aus dem Gebäude der „Rigi-Rutsch’n“ wird.

Da auch Vanni als Verwaltungsratsvorsitzende zuletzt mehrfach in der Kritik stand, will sie reagieren: Die Rathauschefin gab bekannt, dass sie eine Satzungsänderung für das Aufsichtsgremium beantragen möchte. Bisher ist automatisch sie als Bürgermeisterin Vorsitzende des Verwaltungsrates. Um das Gremium von den politischen Machtverhältnissen abzukoppeln, soll es „seinen Vorsitzenden künftig selbst wählen“. Katrin Martin

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