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Zehn Millionen Euro für Projekte

Gemeindewerke haben Großes vor

Peißenberg -  Der Investitionsplan der Gemeindewerke 2016 umfasst zehn Millionen Euro. Aber welche Projekte vorangetrieben werden, ist offen.

Auf den ersten Blick traut man seinen Augen nicht: In ihrem Investitionsplan für 2016 kalkulieren die Peißenberger Gemeindewerke mit einem Gesamtvolumen von sage und schreibe zehn Millionen Euro. Doch gemach: Der Betrag ist nur als theoretischer Richtwert zu verstehen.

So wurden allein 5,3 Millionen Euro für die geplante Sanierung respektive den Neubau des Bauhofs in das Zahlenwerk integriert. Allerdings ist es laut Gemeindewerksleiter Günther Forster „momentan schwer vorstellbar“, dass das Langzeitprojekt tatsächlich schon in diesem Jahr in die Realisierungsphase startet.

Das Kommunalunternehmen (KU) wollte mit dem laufenden Investitionsetat ganz bewusst eine möglichst allumfassende Planung abbilden und präsentieren. „Es wird schon seit Jahren über den Bauhof diskutiert – und irgendwann muss man das Ganze auch mal in Zahlen ausdrücken“, betont Forster. Dabei geht es letztlich nicht nur um die bauliche Ertüchtigung, sondern auch um die künftige Organisationsstruktur.

Ob die vom Marktrat angepeilte Fusion des gemeindlichen und werkseigenen Bauhofs unter Regie des Kommunalunternehmens mit Wirkung zum 1. Januar 2017 über die Bühne gehen wird, soll laut Forster „definitiv“ in den nächsten Monaten entschieden werden. Auch zur Frage, ob an dem Standort an der Forster Straße festgehalten wird, will der KU-Chef möglichst noch 2016 Fakten schaffen: „Das jedenfalls sollte das Ziel sein. Momentan aber gibt es noch keine eindeutige Lösung.“ Bezüglich der verwaltungstechnischen Fusionspläne ist man in der Entscheidungsfindung offenbar schon weiter: „Derzeit würde ich ,Ja‘ dazu sagen. Man muss sich das Ganze im Paket anschauen. Es muss wirtschaftlich Sinn machen“, sagt Forster. Ein weiterer „theoretischer Investitionsansatz“ in Höhe von 2,2 Millionen Euro ist neben dem Bauhof der Neubau eines Verwaltungsgebäudes. Die Gemeindewerke haben bekanntlich schon seit längerem mit erheblichem Platzmangel zu kämpfen. Neben einem neuen Bürogebäude werden laut Forster nach wie vor auch andere Alternativen in Erwägung gezogen, unter anderem die Fremdanmietung von Verwaltungsräumen. „Es wird eine der Hauptaufgaben der nächsten Wochen sein, die Planungen in diesem Bereich voranzutreiben. Wir werden alle Möglichkeiten überprüfen“, erklärt Forster.

Und wie sieht die weitere Planung im Investitionsetat aus? Rund 900 000 Euro sind demnach für die Stromnetzsparte reserviert. Unter anderem werden die Finanzmittel für die Umrüstung von Freileitungen auf Erdkabel und für den Austausch von vier Mittelspannungsschaltanlagen benötigt. In den Betriebssparten „Wasser“ (500 000 Euro) und „Abwasser“ (400 000 Euro) stehen Leitungssanierungen und Optimierungsarbeiten an der Kläranlage auf dem Programm. Für das Blockheizkraftwerk (BHKW) am Sportstadion sind wiederum 750 000 Euro eingeplant. Die Anlage ist nach den diversen Schul- und Turnhallensanierungen überdimensioniert und muss neu konzipiert werden. Zudem laufen für das BHKW die Fördermittel aus. Und was passiert 2016 sonst noch bei den Gemeindewerken? Ab September wird sich das KU nach längerer Zeit wieder in der Berufsausbildung engagieren und im kaufmännischen Bereich einen Azubi einstellen: „Wir brauchen junges, frisches Blut“, sagt Forster mit Bezug auf die Altersstruktur des Personals.

Stompreis-Erhöung steht an

Und dann wird es im Jahr 2016 noch eine Strompreiserhöhung geben. Der genaue Zeitpunkt für die Tarifanhebung steht zwar noch nicht fest, „aber wir werden das Niveau nicht halten können“, kündigt Forster an: „Der Grund für die Erhöhung sind die gesetzlichen Preis-Bausteine. Die steigen und steigen.“

Bernhard Jepsen

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