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Georg Hörtnagel: Der Münchner wird Ehrenbürger von Polling.

Ehrenbürgerwürde für Georg Hörtnagel

Er machte Polling in der Klassikszene groß

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Georg Hörtnagel hat im Lauf der Jahrzehnte viele hochkarätige Musik-Ensembles und Solisten – wie den Pianisten Alfred Brendel und die Sängerin Barbara Hendricks – auf die Bühne des Pollinger Bibliotheksaals gebracht. Genau dort wird er nun am 16. Januar zum Ehrenbürger des Klosterdorfes ernannt.

Polling – Offiziell verkündet wurde die Ehrung Mitte Dezember beim „Advent in Polling“, bei dem der 90-jährige Professor Hörtnagel selbst als Kontrabassist auf der Bühne stand. Beim Neujahrsempfangs der Gemeinde wird dem Musiker und Konzertagenten aus München die Ehrenbürgerwürde verliehen – die höchste Auszeichnung, die die Kommune zu vergeben hat.

„Die Pollinger Konzerte lagen Georg Hörtnagel neben seinen Veranstaltungen in der Münchner Philharmonie, dem Herkulessaal oder in der Nürnberger Meistersingerhalle immer besonders am Herzen“, würdigt der Kulturreferent von Polling, Michael Jarnach, in einer Pressemitteilung das Engagements des 90-Jährigen. Hörtnagel habe den Mut gehabt, Mitte der 1970er Jahre – „als noch lange nicht in jeder aufgelassenen Scheune musiziert wurde“ – auf traditionellem Boden, nämlich im neu restaurierten Bibliotheksaal des ehemaligen Augustiner-Chorherrenstifts Polling, mit Konzerten einen Neuanfang zu machen. „In der Anfangszeit war es keineswegs selbstverständlich, dass namhafte Interpreten auch aufs Land gehen, um dort zu konzertieren“, so Jarnach. Seit 1975 hätten im Bibliotheksaal „weit über 500 erstklassige Konzerte international renommierter Künstler“ stattgefunden. Die Förderung junger Musiker sei Hörtnagel von Anfang an „ein dringendes Anliegen“ gewesen.

Laut Jarnach ist es vorrangig das Verdienst des 90-Jährigen, „dass der Pollinger Bibliotheksaal zum internationalen Begriff in der Klassik-Musikszene geworden ist“. Hörtnagel, der schon nach seinem Musikstudium als Solokontrabassist ins Orchester der Münchner Staatsoper berufen wurde, erhielt 2010 bereits den Pollinger Kulturpreis. Der Ort hat mit dem Pfarrer und Geistlichen Rat Karl Winter aktuell einen Ehrenbürger. Die Zahl der lebenden Ehrenbürger ist auf fünf begrenzt.

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