Was ist Berufung? Baronin Annabel von Bechtolsheim (4.v.r.) moderierte den Talk. foto: preller

Geständnisse bei "Talkshow" der Pfarrei

Weilheim - Auftakt für die Veranstaltungsreihe "Glauben aus Erfahrung": Am Donnerstagabend gab es eine "Talkshow" zum Thema Berufung. Die Moderatorin entlockte den Gästen en paar interessante Geständnisse.

Kaplan Michael Kammerlander wollte früher „vier bis acht“ Kinder. War es Schicksal oder Berufung, dass Kammerlander keine Kinder bekam? Darum ging es am Donnerstagabend im Pfarrheim „Miteinander“ beim Talk „Berufung aus Erfahrung“.

Sieben Menschen aus der Pfarreiengemeinschaft diskutierten mit von Bechtolsheim und Kammerlander: Schwester Christine Zeis von der Ordensgemeinschaft „Missionarinnen Christi“, der Arzt Michael Herold, Irmgard Neumaier, die immer Krankenschwester werden wollte, Diakon Ralf Nesslauer, TSV-Handballtrainer Walter Kurzrock, Thomas Koterba von der Freiwilligen Feuerwehr Weilheim und die Grundschullehrerin und Mutter Andrea Ott.

So unterschiedlich wie die Diskussionspartner, so unterschiedlich waren ihre Ansichten, was denn „Berufung“ eigentlich bedeute: Für den Arzt Herold ist es der Beruf, für Koterba das Helfen als Feuerwehrmann - und für Ott sind es ihre Kinder. Doch in einem waren sich die - durchweg katholischen - Gäste einig: Der Glaube spielt bei der Berufung eine wichtige Rolle. Herold drückte es so aus: „Ich brauche den Glauben bei meiner Berufung als Arzt, um zum Beispiel mit Versagensängsten umgehen zu können.“

„Bei mir war das Priesteramt immer wieder mal Thema, schon als ich klein war. Irgendwann habe ich das als wiederholte Anfrage Gottes gewertet und diesen Weg eingeschlagen“, so Kammerlander.

Abschließend fragte die Moderatorin: „Ist Berufung Gnade oder Kreuz?“ „Ich frage mich schon manchmal: Warum tue ich mir das auf? Aber dann höre ich meine Berufung einfach nicht so stark“, befand Herold. Da konnte Kammerlander nur zustimmen: „Ich habe auch Punkte, an denen ich nicht mehr mag. Aber bei allen anderen Lebensentwürfen spüre ich nicht diese Freude in mir.“

„Glauben aus Erfahrung“

Weiter geht es am kommenden Donnerstag, 2. Februar, mit dem ersten Teil eines Glaubensgrundkurses: Ab 20 Uhr geht es im „Haus der Begegnung“ über „Glaube und Wissen“. Faltblätter zu den Veranstaltungen liegen in den Kirchen aus.

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