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Reges Interesse zeigten die Pollinger am Geschehen in ihrer Gemeinde: Über 100 Besucher folgten dem Bericht von Bürgermeisterin Felicitas Betz (links hinten). 

Bürgerversammlung Polling

Große Probleme beim Hochwasserschutz

Polling - Mehr als 100 Pollinger besuchten die Bürgerversammlung in der Tiefenbachhalle. Hochwasserschutz und der Biber waren die beherrschenden Themen.

„Einigen wird die Entscheidung schwergefallen sein“, so Felicitas Betz bei der Begrüßung der Besucher, die am Montag zur Bürgerversammlung gekommen waren. Sie hätten entscheiden müssen, ob sie sich den Mond anschauen oder die Rede der Bürgermeisterin anhören. Dennoch war die Versammlung gut besucht. Von den 200 Stühlen in der Tiefenbachhalle waren deutlich mehr als die Hälfte belegt.

Das Jahr 2016 war laut Betz für die Gemeinde Polling „sehr erfolgreich“, da mehrere große Projekte realisiert werden konnten. Die Hackschnitzelheizung mit dem Nahwärmenetz im Ortszentrum habe sich bereits in ersten Winter bewährt, jetzt werde noch das Rathaus angeschlossen, das derzeit mit Strom beheizt wird. Die Investition von 310 000 Euro sei nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern bei den zu erwartenden höheren Ölpreisen auch wirtschaftlich. Zudem werde die Gemeinde damit ihrer Vorbildfunktion bei der Energiewende gerecht.

Ein weiteres Großprojekt war die Erneuerung der Wasserversorgung, bei der zuletzt der Bau eines neuen Hochbehälters erfolgte (wir berichteten). Auch das Gewerbegebiet „Achalaich“ werde jetzt konkret. Dort sollen gemeinsam mit Weilheim 44 000 Quadratmeter Gewerbefläche ausgewiesen werden.

Die Gemeinde hat aber auch Probleme. Das größte ist derzeit laut Betz der Hochwasserschutz, wie die Überschwemmung im Sommer gezeigt habe. Zwar seien bereits erste Maßnahmen, wie das Ausbaggern des Tiefenbachs, erfolgt. Es müsse aber langfristiger Hochwasserschutz geplant werden. 55 000 Euro sind laut Betz für diese Planung veranschlagt, die Kosten für die Umsetzung seien aber noch nicht bekannt, ebenso nicht deren Zeitraum. Die Kosten werden laut Betz den betroffenen Bürgern nicht direkt in Rechnung gestellt, sondern aus ihren Steuergeldern bezahlt.

Polling ist aber nicht nur vom Hochwasser bedroht, sondern auch vom Biber. Wie ein Besucher bemerkte, werden immer mehr Uferbefestigungen untergraben und damit dauerhaft geschädigt. Eine der Folgen sei, dass die Wiesen vernässen würden und nicht mehr befahrbar seien. Zudem sei durch einen Biberdamm ein Bach aufgestaut worden, wodurch eine Senke geflutet worden sei. Diese sei nun bei Starkregen kein Rückhaltebecken mehr. Bei einer gemeinsamen Begehung der Bäche sollen die Problemstellen besichtigt werden.

Alfred Schubert

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