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Die neuen Schilder stehen schon an der B 472 – unter anderem weisen sie aufs neue Habacher Gewerbegebiet „Mühltal“ hin.

Baustelle bei Habach

B 472: Ausbau verzögert sich

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Habach - Der Ausbau der B 472 am Dürnhauser Berg bei Habach sollte eigentlich zum Jahresende abgeschlossen sein. Doch das 5,2-Millionen-Euro-Projekt verzögert sich. Der Grund: Es sind Nacharbeiten nötig. Im Frühjahr soll Eröffnung sein.

Michael Kordon, Leiter des Staatlichen Bauamts in Weilheim, war noch im September zuversichtlich gewesen. Die Arbeiten am Ausbau der B 472 bei Habach lägen im Zeit- und im Kostenrahmen, meldete er nach über einem Jahr Bauzeit am Dürnhauser Berg. Kordon ging damals davon aus, dass das ausgebaute Bundesstraßen-Teilstück wie geplant Ende 2016 in Betrieb geht. Doch daraus wird nichts. Denn die Asphaltarbeiten sind eingestellt, wie Kordon jetzt auf Nachfrage mitteilt. Die Pause dauert mindestens bis zum Ferienende am 6. Januar. Grund ist aber nicht die Witterung, sondern ein Mängelbericht, den die Straßenbaubehörde bereits der Peitinger Baufirma mitgeteilt hat. Ausgerechnet bei der letzten Asphaltschicht, bevor eine dünne, schallisolierende Deckschicht aufgetragen wird, fiel das Ergebnis nicht zur Zufriedenheit der Auftraggeber aus. „Die letzte Schicht ist nicht so ganz perfekt eben“, sagt Kordon. Die Unebenheiten sind selbst vom Laien beim Durchfahren der Baustelle deutlich zu spüren. Warum es dazu kam, ist unklar. Kordon vermutet, dass die Asphaltmaschine ein Problem hatte oder eine Materiallieferung verspätet eintraf und das empfindliche Gerät deshalb zu lange stand.

Ärgerlich: Die fehlerhaften Stellen lassen sich nicht einfach so ausgleichen. Die komplette Fahrbahn muss fein abgefräst werden, erst dann kann die letzte Schicht aufgetragen werden. Doch das ist erst im Frühjahr möglich, räumt Bauamtschef Kordon ein – es brauche dafür über fünf Grad Temperatur und stabile Wetterverhältnisse für die Asphaltmaschine, die für den Betrieb eine gewisse Vorlaufzeit benötige.

Immerhin liefen die Arbeiten laut Kordon bis dahin gut. Der Ausbau ist umfassend und soll das Teilstück sicherer machen: Die bergauf führende Überholspur wird von 300 auf 1500 Meter verlängert. Zudem werden die Zufahrten durch eine Anschlussstelle samt Betonbrücken-Unterführung und Kreisverkehr ersetzt. Außerdem gibt es eine Zufahrt unter der B 472 hindurch ins neue Gewerbegebiet „Mühltal“. Die Bundesstraße ist bereits auf voller Breite hergestellt, der Winterdienst kann ungehindert fahren. Auch die Beschilderung und die Schutzplanken stehen. Noch fehlen jedoch die letzten Deckschichten auf den Zu- und Abfahrten sowie die Markierungen und die Bepflanzungen.

Bauamtsleiter Kordon rechnet nicht damit, dass die angesetzten Baukosten von 5,2 Millionen Euro wegen der Verzögerung ansteigen. „Wir erwarten keine Mehrkosten.“ Um die Nacharbeiten muss sich die Baufirma kümmern. Was auf die Habacher und Dürnhauser allerdings zukommt, ist im Frühjahr wegen der letzten Asphaltierung eine erneute Umleitung durch ihre Dörfer – diese gab es schon im Oktober an zwei Wochenenden. Die Arbeiten sollen aber in einem Rutsch erfolgen, so Kordon, und wohl nur einen Tag dauern.

Einen Freigabetermin gibt es übrigens noch nicht. Es werde wohl keine offizielle Eröffnung wie bei einem kompletten Straßenneubau geben, meint Kordon. „Das ist ja eine Bestandsstrecke.“

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