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Das Eichblichl-Stüberl bei Habach.

Neuer Pächter für „Eichbichl-Stüberl“ will Ostern starten

Das „Eichbichl-Stüberl“ in Habach hat einen neuen Pächter. Derzeit laufen zahleiche Umbau- und Sanierungsmaßnahmen. Sind sie abgeschlossen, will Sebastian Degenhardt die Wirtschaft wieder eröffnen.

Habach – Zum 31. Dezember haben die langjährigen Pächter des „Eichbichl-Stüberls“, Ingrid und Herbert Messing, Kochlöffel und Küchenschürze nach 31 Jahren an den Haken gehängt und sich in den Ruhestand verabschiedet. Nun laufen in der Wirtschaft zahlreiche Umbau- und Sanierungsarbeiten, wie Habachs Bürgermeister Michael Strobl auf Nachfrage mitteilt. Seine Gemeinde hatte die „Hütt‘n“, wie die Habacher die Wirtschaft nennen, vor rund drei Jahren gekauft, um eine Gaststätte am Ort zu haben, die tagsüber geöffnet ist und in der die Bürger Familienfeiern und Vereine ihre Veranstaltungen abhalten können, so Strobl.

Damit das auch in Zukunft so bleibt, hat die Gemeinde bereits Mitte letzten Jahres die Pächterstelle ausgeschrieben. Insgesamt, so Strobl, seien sechs „ernst zu nehmende“ Bewerbungen darauf eingegangen. Den Zuschlag gab der Gemeinderat nun Sebastian Degenhardt. „Wir haben bei ihm das beste Gefühl“, begründet Strobl. Der 32-jährige Weilheimer sei gelernter Küchenmeister und habe eine gute Ausbildung genossen; unter anderem in Restaurants und Hotels in Schottland, Irland, der Schweiz und Italien. Außerdem habe der zweifache Familienvater im „Alpenhof“ in Murnau als Küchenchef gearbeitet. „Und das ist immerhin ein 5-Sterne-Hotel“, so Strobl. Wie Degenhardt erzählt, hat er seine Ausbildung am Starnberger See im Restaurant „Midgardhaus“ des Fernsehkochs Fritz Häring absolviert. Seit Anfang 2018 sei er Küchenchef im Murnauer „Alpenhof“. Doch eine eigene Wirtschaft war schon immer sein großer Traum, so Degenhardt. „Ich suche schon lange nach einer eigenen Gaststätte.“ Die schöne Lage habe ihm am „Eichbichl-Stüberl“ auf Anhieb gefallen. „Und es spiegelt den bayerischen Charakter wieder.“ Degenhardt möchte die Wirtschaft als Ort für die Habacher Bürger und Vereine sowie als Ausflugslokal erhalten. Überhaupt möchte er in die Fußstapfen seiner Vorgänger treten und ihr Erbe weiterführen. Hummer und Co. werde man auch künftig nicht auf der Speisekarte des „Eichbichl-Stüberls“ finden, dafür aber richtig gute bayerische Küche.

Bevor Degenhardt loslegen kann, müssen laut Strobl allerdings noch diverse Baumaßnahmen durchgeführt werden. Unter anderem in der Küche, wo der Anbau zweier so genannter Kühlzellen das Wirtschaften künftig erleichtern soll. Die ehemaligen Pächter hätten die Lebensmittel noch in 14 Kühlschränken und -truhen im Keller lagern müssen, so Strobl. Außerdem müsse die Elektrik in der Küche sowie die Fliesen dort erneuert werden. Unklar sei noch, ob auch der Boden im Gastraum und das Dach des einstigen „Lifthäusels“ erneuert werden. Die Kosten für die Arbeiten seien darum auch noch „schwer abzuschätzen“. Strobl rechnet aber mit rund 170 000 Euro – ohne Dach. Das könne man ja eh nicht im Winter machen. Die Wiedereröffnung sei für Ostern geplant.

Text: Franziska Seliger

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