Bürgerversammlung

Habach profitiert vom Konjunkturhoch

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Finanziell geht es Habach gut, die Gemeinde profitiert vom Konjunkturhoch. Doch es gibt auch ärgerliche Dinge, die in der Bürgerversammlung angesprochen wurden.

Habach - Die Gemeinde Habach hat 2017 ein gutes Jahr hingelegt. Die finanzielle Lage ist solide, das neue Gewerbegebiet rentiert sich. Doch es gibt Wermutstropfen. Das ist die Bilanz, die Rathauschef Michael Strobl bei der Bürgerversammlung zog. Rund 80 Zuhörer hatten sich am Dienstagabend im „Trödler“ eingefunden. Wichtige Nachricht für die Bürger: Habach ist weiter schuldenfrei – eine Entwicklung, die seit 2013 anhält. Zum Jahresende betrug das Guthaben 1,7 Millionen Euro.

Grund für die gute Lage sind sprudelnde Quellen. „Wir leben von den Steuereinnahmen“, so Strobl. Sowohl bei der Einkommen- als auch bei der Gewerbesteuer: Die Gemeinde profitiert vom Konjunkturhoch. Für den Bürgermeister ist es deshalb wichtig, dass die Kommune mit dem Areal im Mühltal eine Basis geschaffen hat: „Ein gutes Gewerbegebiet ist sehr viel wert.“ Stand März ist die Gemeinde dort mit 173 000 Euro im Plus: Ausgaben von 3,792 Millionen Euro stehen Einnahmen von 3,965 Millionen Euro gegenüber. Elf Areale sind verkauft, den Rest will Strobl mit Bedacht veräußern, obwohl die Nachfrage groß ist. Der Branchenmix soll „breit gefächert“ sein, an reinen Logistikern habe man kein Interesse und vor allem: „Wir wollen schon die Einheimischen unterbringen.“

Lediglich Hannelore Jaresch, mahnte bei all den Erfolgsmeldungen an, nicht die Ökologie aus den Augen zu verlieren. „Es ist wichtig, dass man das Landschaftliche sinnvoll einbindet“, sagte die Habacherin und Vorsitzende des Penzberger Bund Naturschutzes. Sie bat, dass die Gemeinde bei den Grünordnungsauflagen für Betriebe „wirklich hart bleibt“.

Doch es nicht alles Gold, was glänzt. Allen voran die Schließung der Bankfiliale zum Jahresbeginn. Der Rathauschef wurde von den Plänen der Starnberger Banker überrascht. „Ich habe nicht damit gerechnet“, sagte Strobl mit Blick auf den bis Juni 2022 laufenden Mietvertrag für die Räume im Rathaus. Wenigstens bleiben Geldautomat und Kontoauszugsdrucker. „Das war das Minimalziel.“ Und natürlich die Kreisumlage: 664 000 Euro musste Habach 2017 abführen. Für Strobl zwar „der Wahnsinn“, der „schon wehtut“, aber: „Man darf nicht auf hohem Niveau jammern.“ Denn unterm Strich ist er zufrieden mit der Entwicklung.

Geld kann Habach gebrauchen. Das zeigt ein Blick auf Strobls Liste für 2018: Straßenbau (180 000 Euro), Baugebiet in Dürnhausen (160 000), Sanierung Hochbehälter (90 000) Hochwasserschutz (80 000) und LED-Lampen (39 000). Nicht zu vergessen die Schulhauserweiterung mit 614 000 Euro, 270 000 Euro Zuschuss gibt es. Der Bürgermeister blickt allem optimistisch entgegen. „Es schaut nicht schlecht aus“, so Strobl. „So könnte es weiter gehen.“

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