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Erster Besuch beim Habacher Markt: Daniele Mecklenburg aus Iffeldorf lässt sich von Gertrud Schlieske (r.) die Pflanzendrucktechnik auf Leinen erklären. foto: seliger

Christkindlmarkt in Habach

Großer Andrang im kleinen Dorf

Der 20. Altbairische Christkindmarkt in Habach war wieder ein Publikumsmagnet. Rund 25 Künstler aus der Region waren vertreten.

Sollte um 18 Uhr nicht Schluss sein? Sollte. Tatsächlich aber herrschte am Samstagabend auch nach Schlag 6 noch reges Treiben in Habachs Dorfmitte. Dicht gedrängt standen die Menschen vor dem Bistro „Zum Trödler“ an den Ständen. Die dicken roten Würstl, die „Trödler“-Chef und Marktorganisator Reiner Faht auf seinem Grill zubereitete, fanden reißenden Absatz – und auch drinnen, in der Musikkneipe, drängten sich die Besucher vor den Tischen mit angebotener Ware. Rund 25 Kunsthandwerker aus der Region präsentierten am Wochenende ihr Können - beispielsweise im Textildruck, dem Seifensieden und in der Porzellanmalerei.

Als Neuheit hatte Marktorganisator Faht heuer Gertrud Schlieske engagiert: Die Künstlerin aus Tölz zeigte den interessierten Besuchern, wie man altes Leinen mit der Technik des Pflanzendrucks in wahre Kunstwerke verwandeln kann. Ihr gegenüber präsentierte Sepp Plinganser sein handgefertigtes Kinderspielzeug aus Holz. Der Habacher Kunsthandwerker macht jedes Jahr beim Christkindmarkt mit. Warum? „Er ist einfach ein super Markt und jedes Jahr ein Erfolg.“

Die vielen Marktbesucher blieben trotz der Enge im Saal gelassen. In aller Ruhe wanderten sie von Auslage zu Auslage. Sie besahen sich die frechen Tiere aus Ton, die bunt-gefilzten Taschen, die Patchworkdecken, die vielen handbemalten Weihnachtskugeln, den feinen Schmuck und die handgemachten Seifen.

„Trödler“-Chef Reiner Faht war schon nach dem ersten der zwei Markttage zufrieden. Dass es 2017 wieder einen Altbairischen Christkindmarkt in Habach geben wird, steht für ihn schon fest. „Der wird dann aber am 3. Advent sein“, merkte er an. 

Franziska Seliger

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