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In der Freinacht 2017 hatten Unbekannte auf einem der Hügel ein Gipfelkreuz und Lawinenverbauungen aufgestellt.

Endlich werden sie verkleinert

Habacher Hügel kommen jetzt weg

Endlich werden sie verkleinert. Die beiden überdimensionalen Hügel am B 472-Kreisel bei Habach sollen noch in diesem Sommer abgetragen werden. Vorbereitend dafür wurde nun schon einmal der Lärmschutzwall „Am Berggraben“ entlang der Bundesstraße teilweise abgeholzt – und das gerade noch rechtzeitig.

Habach – Bürgermeister Michael Strobl ist erleichtert. Nach monatelangem Druck seiner Gemeinde, wird das Staatliche Bauamt Weilheim die beiden Hügel nun endlich abtragen. Die Hügel sollen – wie bereits berichtet – auf drei Meter über der jeweils benachbarten Fahrbahn abgetragen werden.

Mit der Gestaltung des neuen Kreisels zwischen der B 472 und dem Gewerbegebiet „Mühltal“ waren der Gemeindechef und seine Räte überhaupt nicht glücklich. Die zwei aufgeschütteten Hügel neben der Bundesstraße sorgten wegen ihrer Höhe von fast sechs Metern für Ärger. „Sie sind zu Unrecht planerisch so hoch“, kritisiert Strobl. „Wie in einer Schlucht“ fühle man sich, wenn man mit dem Auto da durchfahre. Die Aufschüttungen seien so hoch, dass im Winter kaum Sonne auf die Straße falle, weshalb es hier ständig glatt sei – eine Gefahr für die Autofahrer. Zudem, so Strobl weiter, versperrten die beiden Hügel an der östlichen Ortszufahrt den Blick auf das Dorf. „Früher konnte man von Dürnhausen rüber schauen nach HabachUnd überhaupt: „Wie es jetzt ist, ist es keine schöne Einfahrt in den Ort.“

Nun soll sie endlich wieder schöner werden: Wie Bürgermeister Strobl informiert, hat das Staatliche Bauamt nun die Planungen für die Hügelabtragung vorgelegt. Die abgetragene Erde soll auf den bestehenden Lärmschutzwall entlang der B 472 Richtung Weilheim aufgeschüttet werden. Die darauf wachsenden Bäume und Sträucher hat die Gemeinde Habach kürzlich bereits gefällt. Laut Strobl habe die Weilheimer Behörde die Planungen so kurzfristig vorgelegt, dass die Rodung gerade noch rechtzeitig durchgeführt werden konnte. Denn ab dem März dürften zum Schutz der Vögel, die in den Büschen ihre Nester bauen, keine Sträucher mehr umgeschnitten werden. „Es war alles hopplahopp“, so Strobl. Ihm tut es leid um das verlorene Grün. Auch weil er weiß, dass die Bäume und Büsche auf dem Wall für die dahinter lebenden Grundstückseigentümer als zusätzlicher Lärmschutz wichtig waren. Und weil dort Zauneidechsen leben, die durch die Arbeiten gestört wurden.

Die beiden Hügel am Kreisverkehr sollen laut Strobl im Sommer abgetragen werden. „Spätestens im August.“ Vorausgesetzt, die Witterung sei entsprechend trocken. Das Material solle dann den Lärmschutzwall entlang der Bundesstraße um rund 1,50 Meter erhöhen. Nach Abschluss der Arbeiten werde dieser wieder bepflanzt. Die bereits gepflanzten Bäume auf den beiden Hügeln würden ausgegraben und nach dem Ende der Arbeiten wieder eingepflanzt. Die Kosten für die Hügelabtragung übernehme das Staatliche Bauamt. Für die Rodungsarbeiten sei seine Gemeinde aufgekommen.

Franziska Seliger 

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