Immer wieder steht ein Gegner im Weg: Vor allem in der zweiten Halbzeit blieben die Habacher (in weißen Trikots, hier Christian Radiske) in der FC-Abwehr hängen.
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Immer wieder steht ein Gegner im Weg: Vor allem in der zweiten Halbzeit blieben die Habacher (in weißen Trikots, hier Christian Radiske) in der FC-Abwehr hängen.
Der Chef als Einpeitscher: Der ASV-Vorsitzende Jürgen Heckmeier (im grauen T-Shirt) animiert die Habacher Zuschauer, das eigene Team anzufeuern.
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Der Chef als Einpeitscher: Der ASV-Vorsitzende Jürgen Heckmeier (im grauen T-Shirt) animiert die Habacher Zuschauer, das eigene Team anzufeuern.
Alle Mühe vergebens: Nach dem Schlusspfiff herrschte bei Habachs Spielern erst einmal große Enttäuschung.
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Alle Mühe vergebens: Nach dem Schlusspfiff herrschte bei Habachs Spielern erst einmal große Enttäuschung.

Rückspiel vor imposanter Kulisse

Bis kurz vor Schluss ist alles offen - dann fällt in Habach der entscheidende Treffer

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Nach dem 1:2 im Hinspiel in Schwaig hätte dem ASV Habach im Rückspiel auf eigenem Platz ein 1:0 zum Aufstieg genügt. Die 1100 Zuschauer bekamen schließlich auch nur ein einziges Tor zu sehen.

Habach – Keine Derbys mehr für den ASV Habach: Der ASV Antdorf hat sich in die Kreisklasse verabschiedet, der FC Penzberg bleibt unerreichbar. Die Mannen von Trainer Martin Wagner sind in der Relegation zur Bezirksliga knapp gescheitert. Vor der imposanten Kulisse von etwa 1100 Zuschauern zogen die Habacher gegen den FC SF Schwaig den Kürzeren.

Trotz aller Enttäuschung über den verpassten Aufstieg überwog im Lager der Habacher am Ende der Stolz: „Was die Mannschaft gegen einen so starken Gegner abgeliefert hat, ist aller Ehren wert“, bilanzierte Wagner, der sich nach fünf Jahren an der Seitenlinie aus Habach verabschiedet. „Das waren zum Abschluss vier richtig geile Spiele, da braucht keiner enttäuscht sein“, zog er ein positives Fazit aus den Relegationsduellen gegen Schwaig und zuvor gegen Peiting. „Gegen den FC waren wir auf Augenhöhe, auch wenn der Gegner einen Tick besser war“, urteilte Wagner. „Eigentlich hätten es beide Teams verdient gehabt, aufzusteigen“, so Habachs scheidender Trainer.

ASV Habach: Gleich zu Beginn unter Druck

Seine Mannschaft stand im Gegensatz zum Hinspiel am vergangenen Mittwoch gleich zu Beginn unter Druck. Max Leimeister (4.) und Raffael Ascher (6.) verzeichneten gleich zwei Möglichkeiten für die Gäste, die, wie die Habacher am Mittwoch, mit über 100 lautstarken Fans angereist waren. Die beste Chance zur Führung vergab dann aber Maximilian Nebl, als er aus 15 Metern am Schwaiger Keeper Jannis Sternberg scheiterte (9.). Nach einer weiteren Gelegenheit der Gäste durch einen Kopfball von Nils Wölken (15.) nahmen beide Teams den Fuß etwas vom Gas. Bis auf einen Drehschuss von Vincent Sommer den ASV-Goalie Tobias Radiske parierte (24.), und einen Freistoß von Maximilian Feigl, den Sternberg zur Ecke lenkte (33.), passierte nur wenig.

ASV Habach bekommt Spiel besser in den Griff

Die leichte Dominanz der Gäste in der Anfangsphase nahm in der Folge ab. Die Habacher bekamen zudem ihre Nervosität, die einige Fehlpässe zur Folge hatte, besser in den Griff. In der Schlussphase der ersten Hälfte drehten die Hausherren dann richtig auf. Beim Distanzschuss von Matthias Adelwart (43.) sowie nach einem sehenswerten Spielzug, als Tobias Habersetzer den FC-Torhüter zu einer Glanzparade zwang (45.), lag das 1:0 für den ASV in der Luft.

ASV Habach rennt sich immer wieder fest

Auch bei dem abgefälschten Schuss von Felix Habersetzer gleich nach dem Wechsel fehlte nicht viel zur Führung (46.). In der Folge konzentrierten sich die Schwaiger auf die Defensivarbeit, auf die sie sich auch durchaus verstanden. Immer wieder blieben die Habacher in der Abwehr des Gegners hängen. Zwischendurch sorgten FC-Spielmacher Max Hellinger (54.) und Sommer (74.) mit einem verdeckten Schuss für Gefahr. Schwaigs Schlussmann hatte zudem Glück, dass kein ASV-Spieler parat stand, als er an einem Eckball vorbeiflog (62.). Standards blieben in der Folge die einzige Waffe der Hausherren. Felix Habersetzers Schuss aus 25 Metern ging knapp über dem Kasten (77.). Kurz danach schlug der FC zu. Der wenige Augenblicke davor eingewechselte Luis Ropero, der im Hinspiel nur sechs Minuten mitwirkte, ehe er sich mit der Ampelkarte verabschiedete, traf zum 1:0 (85.) und machte alle Habacher Hoffnungen auf einen Erfolg zunichte.

Fans des FC SF Schwaig stürmen Platz in Habach

Die Schwaiger Fans stürmten daraufhin den Platz. Das gut leitende Schiedsrichtergespann bekam die Situation zusammen mit den Ordnern und den Gästespielern aber schnell wieder in den Griff. Angetrieben von ihren Anhängern, gaben die Hausherren dennoch nicht auf. Ihre Bemühungen in den letzten Minuten brachten aber nichts mehr ein. Der FC durfte so nach dem Abpfiff den Aufstieg feiern. Nachdem sich die erste Enttäuschung gelegt hatte, kamen dann aber auch die Habacher in Feierlaune. Grund dazu hatten sie, denn unter dem Strich lieferten sie eine starke Saison ab.

Statistik

ASV Habach – FC SF Schwaig 0:1 (0:0)

ASV Habach: T. Radiske – Kirnberger, Puchner, Heckmeier, Ch. Radiske, F. Habersetzer, Nebl, Adelwart (ab 62. Adelwart), Feigl, Leiß (ab 84. K. Gerg), T. Habersetzer (ab 84. Lilge). FC SF Schwaig: Sternberg – Jell, Straßer, Fichtlscherer, Simak (ab 63. Holzner), Wölken, Ascher (ab 89. Reiche), Sommer, Leimeister (ab 84. Ropero), Empl, Hellinger.

Tor: 0:1 (85.) Ropero. Gelbe Karten: Habach: Kirnberger, Heckmeier – Schwaig: Ascher, Simak, Jell, Hellinger. Schiedsrichter: Vincenzo Tropeano (SF Harteck München), Farras Fathi und Maximilian Hähnel. Zuschauer: 1057.

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