+
Das Wohnhaus wurde bei dem Brand stark beschädigt, der Stall samt Tenne zerstört.

Polizei ermittelt Ursache

Bauernhof abgebrannt: Millionenschaden nach Feuer

  • Andreas Baar
    VonAndreas Baar
    schließen

Der Großbrand eines Bauernhofs in Dürnhausen hat einen hohen Schaden im siebenstelligen Bereich gefordert. Die Polizei hat derweil bereits eine Vermutung zur Brandursache.

Habach-Dürnhausen – Am Tag nach dem Brand am Berghofweg in Dürnhausen: Über dem Habacher Ortsteil hängt beißender Brandgeruch. Am östlichen Dorfrand steht eine Ruine, wo sich noch bis Sonntagnachmittag ein staatlicher Bauernhof erhob. Bis gegen 14.55 Uhr die Bewohnerin des Austragshäusels einen Brand meldete. Wie berichtet, war das Feuer wohl in der Tenne ausgebrochen, hatte sich schnell ausgebreitet und auch den Wohnteil des landwirtschaftlichen Anwesens erfasst. Zwölf Feuerwehren aus der Umgebung mit rund 280 Kräften rückten laut Kreisbrandinspektor Anton Kappendobler an. Dazu kamen rund zehn Rettungskräfte des Roten Kreuzes und zwei Notärzte. Die Polizei hatte sieben Streifen, von den Inspektionen Penzberg und Murnau bis zur Verkehrspolizei und den Operativen Ergänzungsdiensten Weilheim, sowie die Kripo vor Ort.

Stall und Tenne zerstört, Haus nicht mehr bewohnbar

Eine Nachbarin wurde bei der Rettung eines Pferdes aus dem brennenden Stall leicht verletzt. Sie kam mit einer Atemwegereizung in die Unfallklinik Murnau, wurde aber bald wieder entlassen.

Der Stall und die Tenne wurden vollständig zerstört, hieß es am Dienstag beim Polizeipräsidium in Rosenheim. „Das Wohnhaus dürfte auf Grund des Brands nicht mehr bewohnbar sein“, teilte Pressesprecher Thomas Schelshorn mit. Nach seinen Angaben wurde das Anwesen von einer vierköpfigen Familie bewohnt. Dem Vernehmen nach befanden sich im ausgebrannten Dachgeschoss zwei Ferienwohnungen, von denen eine bewohnt war, was die Polizei aber nicht bestätigte. Die Kripo ermittelt noch nach der Brandursache. Die Beamten gehen momentan von einem technischen Defekt eines Heugreifers in der Tenne aus. Der Schaden an dem Gebäude sowie an zwei abgestellten Lastwagen ist unklar und liegt wohl im Millionenbereich, so der Sprecher.

Landkreis-Wehren und Landwirte helfen zusammen

Die Löscharbeiten zogen sich bis in die Nacht hinein. Laut Kreisbrandinspektor Kappendobler begann gegen 21 Uhr der Rückbau des Gebäudes. Zwei Abrissbagger trugen das Dach ab und hoben das qualmende Heu aus der Tenne. Bis gegen 1 Uhr wurde das Heu abgelöscht. Einsatzende war gegen 3 Uhr, eine Brandwache blieb zurück. „Das war ein Vollbrand“, bilanzierte Kappendobler. Die trockenen Holzbalken und der Staub in der Tenne trugen ihren Teil dazu bei. Dazu blies der Westwind unter den Wohnbereich und es kam zu einer Rauchgasentzündung. Wichtig war es, wegen der starken Hitze durch massiven Löschwassereinsatz ein Übergreifen der Flammen auf die benachbarten Gebäude zu verhindern. Kappendobler lobt die „gute Zusammenarbeit“ der Wehren aus drei Landkreisen.

Bauernhof steht in Flammen

Bauernhof steht in Flammen

Habachs Bürgermeister Michael Strobl hatte bis Nachts geholfen. Am Montag war er wieder vor Ort. Strobl lobt die Helfer: „Man hat das Möglichste gemacht.“ Sein Dank geht auch an die Landwirte, die mit Odelfässern Löschwasser heranfuhren.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare